Die Nationalgarde gehört nach New Orleans und Biloxi. Nicht nach Bagdad.
von Norman Solomon
31.08.2005 — ZNet
—
abgelegt unter:
Hurrikan Katrina
Die Männer und Frauen der Nationalgarde sollten nicht im Irak töten. Sie sollten in New Orleans und Biloxi [Stadt im Bundesstaat Mississippi] helfen.
Der verheerende Wirbelsturm ereignete sich auf Grund von höherer Gewalt. Aber die Kriegsanstrengungen der USA im Irak sind eine fortwährende Tat des Präsidenten. Und jetzt behindert diese Anstrengung die Fähigkeit der Nationalgarde, Leben zu Hause zu retten.
Bevor die Überschwemmungen in New Orleans am Dienstag dramatisch zugenommen haben, versuchte das Weiße Haus Fragen zu entschärfen, die politisch explosiv sein könnten. An alle von Ihnen, die besorgt darüber sind, ob wir darauf vorbereitet sind zu helfen oder nicht: seien Sie nicht besorgt, wir sind vorbereitet, sagte Präsident Bush. Wir sind vor Ort, wir haben Ausrüstung vor Ort, Versorgungsmaterial vor Ort, und [...] sobald wir in der Lage sind, den Schaden einzuschätzen, werden wir in der Lage sein zu handeln und den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen.
Die offiziellen Zusicherungen nachbetend, berichtete CBS-News: Obwohl mehr als ein Drittel der Truppen der Nationalgarde von Mississippi und Louisiana entweder im Irak sind oder die Kriegsanstrengungen unterstützen, verspricht die Nationalgarde, dass immer noch mehr als genug Truppen zu Hause sind, um diese Aufgabe zu erledigen.
Aber nachdem die Dämme in New Orleans brachen und das Ausmaß der Katastrophe deutlicher wurde, haben solche beruhigenden Behauptungen an Glaubwürdigkeit verloren. Die Washington Post berichtete am Mittwoch: In Anbetracht der Tatsache, dass Tausende ihrer Soldaten im Irak kämpfen, stritten sich gestern die Bundesstaaten, die von dem Wirbelsturm Katrina schwer getroffen wurden, beim Einziehen von Streitkräften für Rettungs- und Schutzeinsätze - es wurden Militärkapellen und Wasserreinigungs-Teams einberufen (und andere Einheiten), und es wurde Hilfe von weit entfernten Bundesstaaten und Soldaten im aktiven Dienst angefordert.
Die Story der Washington Post auf der letzten Seite ergänzte: Angehörige der Nationalgarde in den Bundesstaaten räumten ein, dass das Ausmaß der Zerstörung die Grenzen der verfügbaren Arbeitskräfte überschreitet, während es weitere außerordentliche Anforderungen an ihre Truppen stellt von denen die meisten bereits Dienstzeiten im Irak oder in Afghanistan oder bei Einsätzen zur Verteidigung des Heimatlandes seit 2001 abgeleistet haben.
Leutnant Andy Thaggard sagte, für die Nationalgarde von Mississippi sprechend: Das Fehlen von Personal ist die Hauptsorge bei diesem speziellen Vorfall. Wir brauchen unsere Leute. Der Washington Post zu Folge, hat [die Nationalgarde von Mississippi] eine Brigade von mehr als 4000 Truppen im Zentralirak, während Louisiana außerdem ungefähr 3000 Soldaten der Nationalgarde in Bagdad hat.
Truppen der Nationalgarde gehören nicht in den Irak. Sie sollten in Louisiana und Mississippi Retten und Schützen, nicht in einem Land Patrouillieren und Töten, das auf Grund einer Täuschung durch den Präsidenten angegriffen wurde. Sie sollten die Folgen des Flutwassers zu Hause bekämpfen Menschen in den Gemeinden helfen, die sie am besten kennen und nicht die Menschen im Irak bekämpfen, die möchten, dass die Truppen abziehen.
Lasst uns das Internet heute benutzen, um folgende Forderung im großen Maße weiterzuschicken und bekanntzumachen, so dass die Politiker in Washington sie nicht länger ignorieren können:
Holt die Nationalgarde nach Hause. Sofort.
Anmerkungen
Norman Solomon ist der Autor des neuen Buches: War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death. Mehr Informationen darüber gibt es hier: http://www.warmadeeasy.com/
Der verheerende Wirbelsturm ereignete sich auf Grund von höherer Gewalt. Aber die Kriegsanstrengungen der USA im Irak sind eine fortwährende Tat des Präsidenten. Und jetzt behindert diese Anstrengung die Fähigkeit der Nationalgarde, Leben zu Hause zu retten.
Bevor die Überschwemmungen in New Orleans am Dienstag dramatisch zugenommen haben, versuchte das Weiße Haus Fragen zu entschärfen, die politisch explosiv sein könnten. An alle von Ihnen, die besorgt darüber sind, ob wir darauf vorbereitet sind zu helfen oder nicht: seien Sie nicht besorgt, wir sind vorbereitet, sagte Präsident Bush. Wir sind vor Ort, wir haben Ausrüstung vor Ort, Versorgungsmaterial vor Ort, und [...] sobald wir in der Lage sind, den Schaden einzuschätzen, werden wir in der Lage sein zu handeln und den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen.
Die offiziellen Zusicherungen nachbetend, berichtete CBS-News: Obwohl mehr als ein Drittel der Truppen der Nationalgarde von Mississippi und Louisiana entweder im Irak sind oder die Kriegsanstrengungen unterstützen, verspricht die Nationalgarde, dass immer noch mehr als genug Truppen zu Hause sind, um diese Aufgabe zu erledigen.
Aber nachdem die Dämme in New Orleans brachen und das Ausmaß der Katastrophe deutlicher wurde, haben solche beruhigenden Behauptungen an Glaubwürdigkeit verloren. Die Washington Post berichtete am Mittwoch: In Anbetracht der Tatsache, dass Tausende ihrer Soldaten im Irak kämpfen, stritten sich gestern die Bundesstaaten, die von dem Wirbelsturm Katrina schwer getroffen wurden, beim Einziehen von Streitkräften für Rettungs- und Schutzeinsätze - es wurden Militärkapellen und Wasserreinigungs-Teams einberufen (und andere Einheiten), und es wurde Hilfe von weit entfernten Bundesstaaten und Soldaten im aktiven Dienst angefordert.
Die Story der Washington Post auf der letzten Seite ergänzte: Angehörige der Nationalgarde in den Bundesstaaten räumten ein, dass das Ausmaß der Zerstörung die Grenzen der verfügbaren Arbeitskräfte überschreitet, während es weitere außerordentliche Anforderungen an ihre Truppen stellt von denen die meisten bereits Dienstzeiten im Irak oder in Afghanistan oder bei Einsätzen zur Verteidigung des Heimatlandes seit 2001 abgeleistet haben.
Leutnant Andy Thaggard sagte, für die Nationalgarde von Mississippi sprechend: Das Fehlen von Personal ist die Hauptsorge bei diesem speziellen Vorfall. Wir brauchen unsere Leute. Der Washington Post zu Folge, hat [die Nationalgarde von Mississippi] eine Brigade von mehr als 4000 Truppen im Zentralirak, während Louisiana außerdem ungefähr 3000 Soldaten der Nationalgarde in Bagdad hat.
Truppen der Nationalgarde gehören nicht in den Irak. Sie sollten in Louisiana und Mississippi Retten und Schützen, nicht in einem Land Patrouillieren und Töten, das auf Grund einer Täuschung durch den Präsidenten angegriffen wurde. Sie sollten die Folgen des Flutwassers zu Hause bekämpfen Menschen in den Gemeinden helfen, die sie am besten kennen und nicht die Menschen im Irak bekämpfen, die möchten, dass die Truppen abziehen.
Lasst uns das Internet heute benutzen, um folgende Forderung im großen Maße weiterzuschicken und bekanntzumachen, so dass die Politiker in Washington sie nicht länger ignorieren können:
Holt die Nationalgarde nach Hause. Sofort.
Anmerkungen
Norman Solomon ist der Autor des neuen Buches: War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death. Mehr Informationen darüber gibt es hier: http://www.warmadeeasy.com/
Übersetzt von:
Jörn Ehrentraut
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