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Organisierung von unten

Ein Interview mit Nrinder Nindy Kaur Nann

von Nrinder Nindy Kaur Nann und Chriss Crass

02.05.2003 — ZNet

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Nrinder Nindy Kaur Nann widmet sich leidenschaftlich der Gleichheit in ihrem persönlichen Leben, im Organisieren in der Gemeinde und durch ihre Arbeit in Ottawa, Ontario, als nationale Beauftragte für Jugendfragen für den Canadian Labour Congress, den kanadischen Gewerkschaftsbund.

Seit August 1998 arbeitet Nrinder in der Abteilung für Bildung und Kampagnen des CLC, wo sie innovative, auf die Jugend ausgerichtete Bildungsprogramme und Kampagnen entwickelt und durchführt, mit einem Schwerpunkt auf Volksbildung.

Nrinder ist auch an einer Anzahl von Kollektiven beteiligt, die sich mit der lokalen Auswirkung von Globalisierung beschäftigen und Systeme der Unterdrückung innerhalb der Bewegung in Frage stellen. Während Demonstrationen und Widerstandsaktionen greift Nrinder auch mal zu ihren Pompoms, um radikales Cheerleading zu machen, oder drückt ihren Widerstand kreativ mit Kreide, Malfarbe oder Farbstiften aus.

Nrinder sagt, sie beziehe Kraft aus dem Geist ihrer Vorfahren, und sie sucht Gleichgewicht in Arbeit, Gesundheit, Heilung und Liebe. Ich habe sie zum ersten Mal durch Colours of Resistance getroffen, ein loses Netzwerk von nicht-weißen und antirassistischen weißen Aktivisten, die versuchen, antirassistische Politik und Politik gegen Unterdrückung in der Bewegung für globale Gerechtigkeit voranzutreiben. Ihre innovativen Ansätze als antiautoritäre Aktivistin bei ihrer Arbeit in der Arbeiterbewegung, die den Kampf gegen Unterdrückung mit Organisierung auf der Ebene der Arbeiterklasse und mit Blick auf nicht-weiße Jugendliche verbindet, sind schon seit langem eine Quelle der Inspiration für mich und andere.

CC: Was bedeutet Organisieren für dich?

NNKN: Für mich ist Organisieren ganz bestimmt nicht, Leute, die mit dem System und dem Status Quo unzufrieden sind, in sauber strukturierte Gruppen zusammenzufassen. Es geht vielmehr darum, dass die Leute zusammenkommen, um aktiv Veränderungen zu erwirken -- Leute, die sich mit Leidenschaft dieser Arbeit, diesem Kampf und dem Widerstand, die mit der kollektiven Befreiung verbunden sind, widmen, denen aber auch viel an einem Prozess der Kreativität, Liebe und Unterstützung liegt, der die gleiche und aktive Beteiligung in der Umsetzung der Veränderung fördert.

Organisieren heißt, dass die Leute über ihr persönliches Unwohlsein hinwegkommen und lernen, gemeinsam mit anderen zu leben. Organisieren bringt die Leute in einem Geist des Widerstands zusammen, der sich auf Gleichheit und Solidarität gründet. Organisierung ist ein Werkzeug und eine Methode, um Widerstand auszuüben und um Veränderungen zu erwirken.

CC: Was für Einflüsse gab es auf deinem Weg zur Aktivität als radikale Organisiererin?

NNKN: Ich wuchs in einer kleinen Gemeinde mit 8.000 Einwohnern im Inneren von British Columbia auf, hauptsächlich Arbeiter, wo man Rodeos und Countrymusik liebte. Tochter von zwei hart arbeitenden Einwanderern und Schwester von zwei älteren Brüdern, unterstützt von einer Gruppe von entfernteren Verwandten und einer Gemeinschaft von Sikhs und Einwandererfamilien aus dem indischen Punjabgebiet.

Es gab drei dominierende ethnische Gruppen: Indigene, Weiße und Indo-Kanadier. Es gab ziemliche Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen. Die Reichen, hauptsächlich Weiße, lebten in den besseren Gegenden, und die Arbeiterklassegemeinschaften lebten in der Nähe von und in Sägewerken. Ich glaube, man hat es sogar einmal im staatlichen Radio als eine "Zunderbüchse des Rassismus" bezeichnet, als eine Reihe von Kämpfen zwischen dunkelhäutigen und weißen jungen Männern in Mittelschulen ausbrach. Die typische Geschichte, du weißt schon, junge dunkelhäutige Männer, die Raum für sich fordern und physisch ihre Rechte verteidigen müssen, in einer Gemeinschaft, die ihre spezielle Macht und ihre Privilegien aufrechterhalten will, die ausgewählten Leuten unter ihren Bedingungen zugänglich waren.

Da ich mit diesen oft gewalttätigen Ausbrüchen von Rassismus, Machtkämpfen und dem Widerstand dagegen aufwuchs, war Organisieren mehr als nur die politische Entscheidung "das Richtige zu tun" -- es war eine Möglichkeit zu überleben, nach meinen Bedingungen zu leben und der Entschluss, meine Rechte als gebürtige Kanadierin auszuüben. In der Mittelschule gründeten wir Anti-Rassismus-Gruppen, hielten Teach-Ins über Rassismus ab, und fuhren in andere Städte, wo ähnliche Scheiße passierte, um dort mit den Studenten zu sprechen. Das waren meine ersten Schritte im Organisieren.

Dann beschäftigte ich mich mit institutioneller Politik -- ein Engagement auf dieser Ebene war ziemlich natürlich. Als sie älter wurden, schienen die Leute ziemlich an Wahlen interessiert zu sein. Und in gewisser Weise war in einer Gemeinschaft wie der, in der ich aufwuchs, sich wählen lassen so ziemlich alles, was man tun konnte, sogar mit 15. Mein Interesse wechselte von der Gemeindeebene zur Landespolitik, weil einer meiner Onkel der erste Indo-Kanadier war, der in unserem Wahlkreis zur Wahl antrat und gewann. Außerdem wurde ich erwachsen, schloss die Mittelschule ab, verließ die Stadt und erweiterte meinen Horizont.

Als ich in das größere, städtische Zentrum von Surrey zog, eine vorstädtische Siedlung am Rande Vancouvers, war ich im Jugendaktivismus tätig: zuerst durch die Jugendorganisation der New Democratic Party, dann in der Studentenpolitik, dann in meiner Gemeinde in Frauenfragen und bei der Abwehr von Neonazis, die dort die Sicherheit der Alten bedrohten, und schließlich als junge Arbeiterin zu den Themen Gier der Konzerne und Kapitalismus.

Wie bei den meisten Leuten veränderten sich meine Prioritäten hinsichtlich der Organisierung und wuchsen gemeinsam mit der Bewusstwerdung und dem Verstehen von Unterdrückung, ihrer systemischen Natur und dem Wissen, wie man Veränderungen erwirken kann.

CC: Als nationale Beauftragte für Jugendfragen des Canadian Labour Congress bietest du jungen Leuten politische Bildung zu den Themen ökonomische Ungleichheit und Organisierung von Widerstand in der Arbeiterklasse an. Bei der Arbeit mit jungen Leuten hast du auch über die Entwicklung von Führungsfähigkeiten gesprochen und die Verbesserung ihrer Fähigkeit zurückzuschlagen. Du bist antiautoritär, was bedeutet für dich Führung, und wie beziehst du die Entwicklung von Führungsfähigkeit in deine Arbeit ein?

NNKN: Ich mag den Begriff "Anführer" nicht, weil es so nach Macht klingt. Wer sieht in wem einen Anführer?

Ich glaube, was es bei Aktivisten gibt, die sich gegen Unterdrückung engagieren, ist Förderung, Entwicklung und Teilung von Fähigkeiten, Werkzeugen und Rollen, die die Leute benutzen und ändern können. Ein Beispiel in der bezahlten Arbeit, die ich mache, ist Solidarity WORKS!, ein bezahlter dreiwöchiger Kurs für junge Arbeiter, der vom kanadischen Gewerkschaftsbund mit Hilfe unserer Landes- und Gemeindestellen durchgeführt wird, bei dem konkrete Fähigkeiten für den Aktivismus vermittelt werden. Von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt, bringt dieser Kurs Gewerkschaftsmitglieder und Nichtmitglieder zusammen, damit sie von ihren gegenseitigen Erfahrungen lernen, und sich durch gemeinsame Bildung gegenseitig Fähigkeiten beibringen. Nach einer Woche mit intensiven Lerneinheiten gehen die Leute in Gewerkschaften und Gemeindeeinrichtungen, um die neu gelernten Organisierungsstrategien in die Praxis umzusetzen.

Am Beginn des Programms reflektieren die Teilnehmer über die Stärken, die sie haben, oder auf die sie zurückgreifen, um mit dem täglichen Kampf zurechtzukommen. Es kommt zu positiven, selbst bekräftigenden Aussagen wie, "Ich bin ein guter Zuhörer," "Ich bin kreativ," "Ich arbeite gerne mit Gleichgesinnten," "Ich setze mich leidenschaftlich für Gleichheit ein," "Ich bin zugänglich," "Ich nehme gerne die Dinge in die Hand," usw. Die Gruppenliste wird aufbewahrt, und später im Programm gezeigt.

Später in der Woche, nachdem die systemische Natur der Unterdrückung in der Gesellschaft und in progressiven Bewegungen aufgedeckt wurde, wird den Leuten Zeit gegeben, um "Führung" zu kritisieren und ihre eigenen Richtlinien für effektives, auf Gleichheit gegründetes Organisieren zu erarbeiten. Ein anderer Programmpunkt in diesem Stadium ist, dass die Teilnehmer schildern, was für sie einen guten Organisierer/Anführer ausmacht.

Nachdem wir das Programm mehrere Male durchgeführt hatten, fiel uns auf, dass Teilnehmer, ohne dass sie es merken, dabei dieselben Charakteristiken und Qualitäten aufzählen, die sie bei sich selbst sehen.

Wir vergleichen diese Dinge miteinander, und es ist erstaunlich, was für eine Selbsterkenntnis stattfindet. Was da passiert ist mehr als sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sagen: "Ja, wir alle können das." Die Leute, sowohl als Gruppe als auch individuell, haben ein intensives Erlebnis der Reflexion, Analyse und Kritik, nicht nur hinsichtlich dessen, was in den Strukturen der Mainstreambewegungen passiert -- wen man beim Gipfelhüpfen in der ersten Reihe "sieht" und was wir als "radikal" bezeichnen -- sondern man begibt sich auch auf eine Reise nach innen und kritisiert das eigene Verhalten, wird sich seiner eigenen Privilegien bewusst und definiert neu, was Gleichheit für einen bedeutet und wie man sie aktiv schaffen kann. Und all das geschieht, während gleichzeitig durch dieses zweiwöchige Programm konkret in Gewerkschaften und in der Gemeinde organisiert wird.

Sie verspüren eine plötzliche Einsicht in die Kraft und die Kontrolle, die sie haben, um die gegenwärtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen und Systeme in Frage stellen, sich ihnen entgegensetzen und sie verändern zu können. In Regina in der Provinz Saskatchewan hatten Teilnehmer diesen Sommer ein derartiges Wachstumserlebnis, dass sie ihre eigene Interessengruppe gründeten, mit dem Namen Young Workers Organized Resisting (K)apitalism (Y-WORK). Jetzt machen sie einmal im Monat in der Stadt kreative direkte Aktion, bei der sie Arbeitgeber anprangern, bei denen miese Arbeitsbedingungen herrschen.

CC: Kannst du mehr über Führung sagen?

NNKN: Richtige Anführer behalten die Lektionen, die sie gelernt haben, nicht für sich. Sie wollen sie teilen und sich mit anderen zusammentun, die da sind, oder den Prozess der Selbsterkenntnis im Geiste gemeinsamer Aktion und Befreiung fördern. Ein echter Anführer kann Veränderungen in anderen Menschen ermöglichen, indem er auf ihren eigenen persönlich-politischen Weg und die Entwicklungsstufe ihrer Fähigkeiten eingeht.

Führerschaft hat nichts mit Selbstgefälligkeit und den Massen, die angeführt werden wollen, zu tun. Im Gegenteil, jeder ist ein Anführer -- ein aktiver Veränderer -- und teilt Fähigkeiten, Ressourcen, Ideen, Gedanken, Kritiken, Analysen, erlebte Erfahrungen, um gemeinsam die Mißstände zu ändern. Und diese Arbeit muss auf Ehrlichkeit, Respekt und den Geist von echter Solidarität und Gleichheit gegründet sein.

Ich glaube, es hat eine Zeit gegeben, in der die Leute Anführer als Menschen mit viel Selbstvertrauen definierten, die es schafften, eine Menge dazu anzustacheln, auf die Straße zu gehen -- als einsamen Wolf. Heute, glaube ich, gibt es einen immer größeren Rudel von Leuten, die aufstehen, um die Dinge zu verändern. Sie definieren sich nicht als Anführer, und wehren sich sogar gegen diese Bezeichnung. Mehr Leute sind bereit, die unterstützende Gemeinschaft um sie herum anzuerkennen, von der sie letztlich aufgebaut werden, die ihnen Form gibt, sie wachsen lässt und sie und die Aktionen unterstützt, die sie initiieren oder an denen sie sich beteiligen.

Ich glaube der ehrliche Aufbau von Fähigkeiten und menschenzentrierte Führung sind genau das, worum es bei antiautoritärem Widerstand geht: Ermächtigung, um Veränderungen für sich selbst und andere zu erwirken, sich dem System von Privilegien und Macht zu widersetzen und stattdessen organisches Wachstum bei den Menschen und Gemeinschaften zu fördern, um ihre eigenen kollektiven Bedürfnisse zu erfüllen. Also basiert echte Führung auf der Teilung von Macht, Ehrlichkeit und einer Offenheit für Kritik, Wachstum und innere Veränderung, während man gleichzeitig neue Fähigkeiten erwirbt und Einsichten, Lektionen und anderes teilt, um andere zu ermächtigen, neben einem selbst Veränderungen zu erwirken.

CC: Wie hast du von respektvoller Führung erfahren?

NNKN: Weißt du, je mehr ich über das Leben meines Vaters nachdenke, desto klarer wird mir, wieviel über das Leben, das Organisieren und das effektive Engagement in der Gemeinschaft ich von ihm gelernt habe. Er nahm sich wirklich Zeit um zuzuhören. Und wenn man ihn danach fragte, legte er seine Gedanken und Ansichten über Situationen dar. Er war im Gurdwara aktiv (wo die Sikhs gemeinsam ihre Religion praktizieren, Gemeinschaftsversammlungen abhalten, den Langar teilen, ein gemeinschaftliches Mahl, das nach spirituellen Zeremonien und Lesungen eingenommen wird, usw.), und sprach über Themen, denen sich die Gemeinschaft gegenüber sah, gerüstet mit der Interpretation und dem Verständnis der politischen Botschaften im Adi Granth Sahibji (dem "heiligen Text" der Sikhs, eine Sammlung von Lehrtexten, die von den 10 Gurus der Sikhs verfasst wurden, und als der endgültige "Guru" betrachtet werden). Er teilte Lektionen mit anderen und engagierte sich, wo es notwendig war. Er bot seinen Freunden, seiner Familie und den Gemeinschaftsmitgliedern Zeit fürs Nachdenken, und um die tägliche Mühsal zu überstehen. Manchmal sah das so aus, dass er jedes zweite Wochenende mit seinen Freunden zum Fischen oder Jagen in die Wildnis ging -- aber hauptsächlich, um Zeit in der Natur zu verbringen, sich mit ihnen zu unterhalten und Wachstum zu fördern. Das führt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt: effektive Organisierer und "Anführer" nehmen sich Zeit zum Erholen und um sich und andere zu stärken.

CC: Was hältst du vom Image Kanadas in der populären Kultur der USA?

NNKN: Hast du Bowling for Columbine gesehen? Ich glaube, Michael Moore übertreibt ein bisschen bei seiner Darstellung von Kanada in dem Film; man möchte meinen, dass wir hier in einem utopischen Staat leben.

Wenn man wirklich wissen will, was es mit dem wahrgenommenen Bild der kanadischen Gesellschaft auf sich hat, müssen wir dem ein paar Artikel widmen. Die Dinge sind hier wohl nicht viel anders als in den USA. Man muss sich nicht sehr mit den progressiven Darstellungen der kanadischen Geschichte beschäftigen, um das zu sehen. Schau dir nur unsere Politik seit dem 11. September an, und die Erhöhungen der Militärausgaben verglichen mit unserem gelobten (und immer mehr ausgehöhlten) Gesundheitssystem, Bildungssystem, den Umweltschutzstandards, den Arbeitsrechten usw.

Was die "kanadische Linke" betrifft, sie ist ziemlich unterschiedlich, zumindest die "Linke", in der ich aktiv bin. Die meisten Leute, die sich in Kanada für eine bessere Art zu leben einsetzen, sind jung, dunkelhäutig, Frauen, Indigene, von den First Nations, Einwanderer, Menschen, die aus "Homelands" stammen, aus städtischen Zentren und Landgemeinden, und arbeiten oft hart, um zu überleben.

CC: Warum ist es wichtig, Führungsfähigkeiten zu entwicklen, um breite multiethnische, antirassistische, feministische, antikapitalistische, generationenübergreifende Bewegungen, Bewegungen für die Rechte von Homo- und Transsexuellen aufzubauen, die sich für die kollektive Befreiung einsetzen?

NNKN: Wenn ein Mensch beschließt, aktiv zu werden, mehr über ein Thema zu erfahren, oder den Wunsch entwickelt, den Status Quo, eine ungerechte Situation oder sonst etwas zu ändern, befindet er sich auf einer Reise, auf der er sich das Erwirken von Veränderungen aneignet. Das ist vielleicht die einzige Art von Eigentum, auf die es wirklich ankommt. Es beruht auf Ermächtigung, und nicht auf Macht. Und meistens macht ein Mensch das nicht allein. Wir tun uns mit anderen zusammen, um etwas zu erreichen. Ich glaube, radikale Befreiung, die auf Gleichheit und den Kampf gegen Unterdrückung gegründet ist, führt uns durch persönliche Befreiung und hat eine direkte Auswirkung darauf, wie die kollektive Befreiung stattfindet. Das heißt, wir machen uns auf einen Weg der kritischen Arbeit an uns selbst und verwurzeln uns in der Gesellschaft der Organisierung und des Widerstands. Das trägt zur Struktur, der Handlungsweise und der Kultur des Widerstands und des Schaffens bei. Wenn wir an Gruppen, Gemeinschaften, Versammlungen und Projekten teilnehmen, erleben wir diesen Prozess individuell und in der Gruppe. Wir erleben Bildung, Unwissen, Respekt, Liebe und Solidarität. Wir lernen, wie Dinge sein können, und wie der Rest davon sein sollte.

Gemeinsame Aktion und kollektive Führung, die darauf basieren, werden breite antikapitalistische Bewegungen aufbauen, die ihre Wurzeln in der multiethnischen, antirassistischen, feministischen, generationenübergreifenden, antidiskriminierungsaktivistischen Realität haben. Ja, wir alle haben immer noch viel zu tun.

Chris Crass kann unter der Adresse chriscrass@mutualaid.org erreicht werden.

Nrinder kann unter der Adresse inquilab76@hotmail.com erreicht werden.

Orginalartikel: Grounding Power
Übersetzt von: Sophie Frühling
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