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Sexuelle Dominierung in Uniform: Ein amerikanischer Wert

von Linda Burnham

19.05.2004 — War Times / ZNet

— abgelegt unter:
Die Bilder sexueller Demütigung und Unterwerfung aus Abu Ghraib haben die miteinander unglaublich verwobenen Stränge aus Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, nationaler Ignoranz und übersteigerter Maskulinität enthüllt, die das US-Militärs charakterisieren. Militarisierte sexuelle Dominierung steht weder „im Widerspruch zu amerikanischen Werten“ noch ist sie einfach das Werk einiger „fauler Äpfel“. Sie ist vielmehr tägliche Praxis.

Die Verteidigung, dass es sich um „faulen Äpfel“ handle, ist gleichermaßen unsagbar unangemessen und völlig unaufrichtig.

Während die Einengung des Untersuchungsrahmens auf individuelle Verstöße dem Militär ein passendes Schutzschild schaffen mag, lenkt es auch die Aufmerksamkeit ab von sehr beunruhigenden Wirklichkeiten. Die Fotos von Abu Ghraib enthüllen genauso viel über unsere Nation wie über die Soldaten der 372. Militärpolizeikompanie.

Wie unser Präsident klarstellte, war die Absicht der Invasion und Besetzung des Iraks, die irakische Opposition in die Knie zu zwingen. Warum dann die Überraschung, wenn Soldaten davon elektrisiert wären, so wörtlich zu Folge zu leisten? Das Szenario, bei welchem ein irakischer Mann mit dem Penis eines anderen in oder nahe bei seinem Mund kniete, schockierte uns alle. Doch der Ruf unserer Führer nach unverhüllter Demütigung von Arabern und Muslims war nicht so gedämpft, dass ihn nur ein paar vereinzelte Soldaten hörten.

Irakische Gefangene dazu gezwungen, Frauenunterwäsche zu tragen... Die, die sich fürs gleiche Recht der Frauen zu dienen eingesetzt haben, sollten aufmerksam sein. Erniedrigung und Schwäche werden immer noch mit dem Weiblichen gleichgesetzt in dieser Männerarmee.

Viel wurde aus Soldat Lynndie England gemacht, dem Pin-up-Girl der Gefangenenmisshandlung. Ihre Schuld scheint erwiesen und, wieder auf heimischer Erde, wird England so gut sie es kann um ihre Seele kämpfen müssen.

Doch England ist das zweite Aufmachermädchen in den Irakfolgen von des US-Militärs’ Geschichte sexueller/geschlechtlicher Integration. Jessica Lynch war die erste. Zwei jugendlich wirkende, kleinstädtischer Arbeiterklasse entstammende Mädchen, begierig, den Eingrenzungen aus Ort und Position zu entkommen. Und entkommen sind sie, in die offenen Arme einer Institution, die die eine dazu nutzte, die Nation [unter der Fahne] zu sammeln, indem sie eine Erzählung spann von einer in Gefahr geratenen, aber doch schneidigen Frau, gerettet aus den Fängen der düsteren barbarischen Horden. Sie wird die andere als Opfer benutzen, um die Ängste einer verunsicherten Nation zu beruhigen.

In ihrer Rolle als Domina über irakische Männer enthüllte England die Sexualisierung der nationalen Eroberung. Als ein Glied in dem militarisierten Gebilde des Maskulinen verkörperte sie einen brandneuen, Furcht einflößenden Archetyp: die einer dominierenden Nation entstammende Frau als freudige Ausführerin sexueller, nationaler, rassistischer und religiöser Demütigung. Wie ist es damit als [Frauen-/Irak-]Befreiung?

Von Lynndie England einmal abgesehen: Die Szenen von Abu Ghraib bilden sexuelle Dominierung ab als ein Merkmal militärischer Hypermaskulinität. Die entsetzlichen Enthüllungen der Denver Post über eine Unzahl von Angriffen auf und Vergewaltigungen von beim Militär dienenden Frauen sind ein weiterer Hinweis darauf, dass sexuelle Dominierung in Uniform schwerlich eine Seltenheit darstellt.

Unser Militär ist aufgebaut auf die tägliche Unterwerfung der Sexualleben von vielen tausenden Frauen unter die sexuellen Begierden von Militärangehörigen in Übersee. Die Unterordnung der nationalen Interessen anderer Länder unter die geopolitischen Interessen der USA erfordert anscheinend die sexuelle Opferung eines gewissen Teils der Frauen dieser Nationen – grundsätzlich armer Frauen.

Militärprostitution wird als Pause und Entspannung gesehen, als Unterhaltung der Truppen. Während das vorgebliche „Ziel“ der sexuellen Demütigung von Gefangenen in Abu Ghraib darin bestand, notwendige Informationen herauszubekommen, erzählen die Fotos eine verwickeltere Geschichte. Die lustigen Gesichter zeigen, dass die Inszenierung der metaphorischen Vergewaltigung der irakischen Nation durchs Ausleben sexueller Dominierung von irakischen Männern großer Spaß war.

Indem sie sich selbst zu Regisseuren und Schauspielen des Schauspiels sexueller Demütigung machten, glaubten die Gefängniswächter offenbar, dass sie tun könnten, was immer sie wollten, und sich während dieses Vorganges ausgiebig amüsieren sollten. War es unamerikanisch, dass sie das dachten? Nicht, wenn die Kernaussage ihres Oberkommandierenden ans irakische Volk war: „Du wirst vor unserem Vermögen zu dominieren in die Knie gehen, und wir werden dieses Vermögen trotz globalen Widerstandes ausüben.“

Das Gerangel um die Schuldzuweisung hat den Charakter eines politischen Tangos um höchste Einsätze angenommen. Obgleich es außer Frage steht, dass jeder Verantwortliche, von den unmittelbaren Tätern an nach oben, zur Verantwortung gezogen werden muss, geht die Schuld doch viel tiefer.

Es mag schwer sein, morgens aufzustehen und dieser Tatsache ins Gesicht zu sehen, aber wir sind, kollektiv, verdammt schuldig. Wir zollen sadistischer Hypermaskulinität Respekt und belohnen die, welche sie am besten darstellen, mit Landeschefposten (Arnold Schwarzenegger). Wir widmen riesige Mittel für Unterwerfung und Disziplin in unserem Strafjustizsystem auf. Und wir belügen uns selbst unablässig.

Die Welt ist Amerikas elende Unschuldsbehauptung müde und von ihnen hochgradig verärgert.

Die Soldaten von Abu Ghraib haben den Vorhang vor ihren perversen Aufführungen zurückgezogen, so dass wir sehen können, wer wir sind. Haben wir den Mut hinzusehen? Haben wir den Willen uns zu ändern?

Anmerkungen:

Linda Burnham ist leitender Direktor des Zentrums für Materialien für farbige Frauen in Oakland, Kalifornien (www.coloredgirls.org).

Übersetzt von: Benjamin Brosig
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1
Anonymous sagt
08.12.2008 19:30

Element: MRS. (English WOMAN); also: Olle, old person, Mutta, finery, Fut, Pledern, column, Kläschn and fig. Atomic weight: Normally 118 Pound, isotopes with deviating weight from 100 to 550 Pound well-known and were already sighted. Occurrence: Plentiful quantities in all urban areas; in addition, where one does not want to have it. (e.g.: in hard Western, good crime films and Actionfilmen.) Physical characteristics: 1. Surface usually with colored film covered and with chemically manufactured secretions dusts. 2. Cooks without outside effect. Freezes sometimes without reason. Gets in regular cycles controversy accumulations. 3. Melts with special treatment, which however not from long duration is. 4. Found in different conditions; of the virgin metal up to the simple and usual Erzklumpen. Chemical characteristics: 1. Large affinity for gold, silver, platinum and jewels has, all the same who supplies it… and is it also still so ugly. 2. Absorbs largest quantities of all-most expensive substances without with the lash to twitch. 3. Can explode spontaneously without warning and without well-known reason. The explosion bang resounds only after many days. 4. Insolubly in liquids, but activity exponentially rum gel all rises with the saturation in alcohol and following. 5. The most effectively money-reducing means, which admits of the world z.Zt. is. The gross national product of a whole continent can float into telling lies heights. Usual use: 1. Strongly itself making a fuss, particularly in sports cars and cinemas. 2. A large assistance can be for the relaxation. In addition, can provide for tensions, depending upon type. Test: 1. Genuine species become red, if they are discovered in the natural condition. To clone come directly to the thing. 2. Becomes green, if behind a better species posed and the other species tries to kill by means of visual contact. Danger: 1. Very dangerously, if not in experienced hands. Also in areas with electronic equipment it can become the bomb. 2. Illegaly to possess more than one although erwünschenswert.