USA verweigern Robert Fisk die Einreise
von Doug Ireland
23.09.2005 — DIRELAND / ZNet
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abgelegt unter:
Repression / Inland
Robert Fisk - international renommierter Korrespondent des Independent - wurde die Einreise in die USA verweigert. Der Brite Fisk ist ein großartiger Journalist, der seit Jahrzehnten aus den War Zones dieser Welt berichtet. Fisk hat sich vor allem durch seine bissige (über zwanzigjährige) Berichterstattung aus dem Nahen und Mittleren Osten einen Namen gemacht. Bei seiner kritischen Berichterstattung über den britisch-amerikanischen Einmarsch im Irak bzw. die seitherige Besatzung stellte Fisk immer wieder Desinformationskampagnen der britischen und amerikanischen Regierung bloß. Fisk stellte aber auch den Pressetross im Irak bloß, sprach in diesem Zusammenhang von Hoteljournalismus (dieser Begriff wurde von ihm geprägt).
Die Tageszeitung New Mexican* schreibt: Am Dienstag verboten die amerikanischen Einreisebehörden dem langjährigen Nahostkorrespondenten der Londoner Tageszeitung The Independent, Robert Fisk, an Bord einer Maschine von Toronto nach Denver zu gehen. Fisk war auf dem Weg nach Santa Fe, wo er Mittwochabend an einer ausverkauften Veranstaltung im Rahmen der Lese-und-Vortragsreihe der Lannan Foundation* teilnehmen wollte. Laut Christie Mazuera Davis, Programmleiterin für Lannan, wurde Fisk mitgeteilt, seine Papiere seien nicht in Ordnung. Am Mittwoch war Davis damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen für eine Satelliten-Schaltung live in ein Fernsehstudio nach Toronto zu treffen, wo Fisk (als Alternative) von Amy Goodman interviewt werden sollte. Amy Goodman ist Host der Nachrichtenshow Democracy Now!* auf Pacifica Radio... Eine Aufzeichnung des Satelliten-Interviews mit Robert Fisk finden Sie demnächst auf der Website* der Lannan Foundation.
Ich bewundere Fisks unnachahmlichen Journalismus der Güteklasse A schon seit Jahren, sein trotziges Beharren, die Nase in Dinge zu stecken, von denen die Behörden (egal wie das Land heißt, in dem er sich gerade aufhält) finden, dass sie ihn nichts angehen. Immer wieder exponiert Fisk die träge Feigheit und den gleichgültigen Routine-Journalismus vieler amerikanischer Auslandskorrespondenten, die in Sicherheit auf ihren Hotelbarhockern sitzen. Dass die USA diesem großartigen Journalisten die Einreise verweigern, wenn er darüber berichten will, was er erlebt und gesehen hat, ist ein Skandal.
Anmerkungen
Robert Fisk ist Autor von: Pity the Nation: The Abduction of Lebanon und The Great War for Civilization: The Conquest of the Middle East.
Doug Ireland ist Medienkritiker - ein langjähriger radikaler Journalist. Sie finden diesen Artikel im Original auf seinem Blog DIRELAND (22. September 2005). * An dieser Stelle ist im Originaltext ein Link gesetzt.
Ein Archiv an Fisk-Artikeln in deutscher Übersetzung finden Sie auf unserer ZNet-Seite.
Die Tageszeitung New Mexican* schreibt: Am Dienstag verboten die amerikanischen Einreisebehörden dem langjährigen Nahostkorrespondenten der Londoner Tageszeitung The Independent, Robert Fisk, an Bord einer Maschine von Toronto nach Denver zu gehen. Fisk war auf dem Weg nach Santa Fe, wo er Mittwochabend an einer ausverkauften Veranstaltung im Rahmen der Lese-und-Vortragsreihe der Lannan Foundation* teilnehmen wollte. Laut Christie Mazuera Davis, Programmleiterin für Lannan, wurde Fisk mitgeteilt, seine Papiere seien nicht in Ordnung. Am Mittwoch war Davis damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen für eine Satelliten-Schaltung live in ein Fernsehstudio nach Toronto zu treffen, wo Fisk (als Alternative) von Amy Goodman interviewt werden sollte. Amy Goodman ist Host der Nachrichtenshow Democracy Now!* auf Pacifica Radio... Eine Aufzeichnung des Satelliten-Interviews mit Robert Fisk finden Sie demnächst auf der Website* der Lannan Foundation.
Ich bewundere Fisks unnachahmlichen Journalismus der Güteklasse A schon seit Jahren, sein trotziges Beharren, die Nase in Dinge zu stecken, von denen die Behörden (egal wie das Land heißt, in dem er sich gerade aufhält) finden, dass sie ihn nichts angehen. Immer wieder exponiert Fisk die träge Feigheit und den gleichgültigen Routine-Journalismus vieler amerikanischer Auslandskorrespondenten, die in Sicherheit auf ihren Hotelbarhockern sitzen. Dass die USA diesem großartigen Journalisten die Einreise verweigern, wenn er darüber berichten will, was er erlebt und gesehen hat, ist ein Skandal.
Anmerkungen
Robert Fisk ist Autor von: Pity the Nation: The Abduction of Lebanon und The Great War for Civilization: The Conquest of the Middle East.
Doug Ireland ist Medienkritiker - ein langjähriger radikaler Journalist. Sie finden diesen Artikel im Original auf seinem Blog DIRELAND (22. September 2005). * An dieser Stelle ist im Originaltext ein Link gesetzt.
Ein Archiv an Fisk-Artikeln in deutscher Übersetzung finden Sie auf unserer ZNet-Seite.
Orginalartikel:
U.S. BARS ROBERT FISK FROM ENTERING COUNTRY
Übersetzt von:
Andrea Noll
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