Eine andere Ansicht zur Aufhebung der Rassentrennung an Schulen
von Ed Whitfield
13.08.2007 — Huffington Post / ZNet
Die anfänglichen Reaktionen in den meisten liberalen Kreisen auf die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu sogenannten „freiwilligen Plänen zur Aufhebung der Rassentrennung“ überrascht mich nicht. Die vorherrschende Ansicht ist, dass es sich um einen weiteren Schlag gegen den Fortschritt handelt, ausgeteilt von einem reaktionären Gerichtshof. Nicht viel hören wird man hingegen von der Reaktion von schwarzen Graswurzelgemeinschaften, schwarzen Jugendlichen oder von älteren Schwarzen, deren Schulzeit vor der Zeit lag, in der es mit der erzwungenen Schulbusbeförderung („forced busing“) und umfassenden, gerichtlich verfügten Integrationsplänen an staatlichen Schulen begann. Es wird auch nicht an die Tatsache erinnert werden, dass es - wenn denn überhaupt – nur wenige Kämpfe von lokalen schwarzen Jugendlichen gab, um mehr weiße Kinder in ihre Klassenräume zu bekommen. Es wird nicht daran erinnert werden, dass es einen Aufschrei aus vielen schwarzen Gemeinschaften gegeben hat, als im Zuge der Schulintegration ihre meisten Schulen geschlossen wurden, große Massen von schwarzen Lehrern und so gut wie alle schwarzen Rektoren entlassen wurden und die Möglichkeiten schwarzer Kinder verringert wurden, an Schulaktivitäten teilzunehmen, alles im Namen des Fortschritts.
Verstehen sie mich nicht falsch. Ich war eines der Kinder, die zu den ersten integrierten (= „nicht mehr nach Hautfarbe getrennten“) staatlichen Schulen im Süden gingen. Aber einige Worte über die Erfahrungen meiner Familie könnten die Grundlage dafür schaffen, meine jetzige Position zu verstehen, auch angesichts der demnächst erfolgenden Begehung des 50. Jahrestags der Aufhebung der Rassentrennung an der Little Rock Central High School anno 1957 in meiner Heimatstadt [1].
Es gab vier Kinder in meiner Familie, die alle an der Aufhebung der Rassentrennung an den staatlichen Schulen in Little Rock, Arkansas, hätten teilnehmen können. Mein ältester Bruder, Robert, war in der Klasse von 1957/1958 - derselben Klasse wie Ernest Green, der erste schwarze Absolvent der Little Rock Central High School. Greens Geschichte ist wiederholt erzählt worden und hat ihren Weg in Filme und Bücher gefunden. Mein ältester Bruder kannte Green und war selber ein guter Schüler, aber entschied sich, die bahnbrechende Gruppe nicht zu den Little Rock 10 zu machen. Er ging stattdessen zur neu eröffneten Horace Mann High School, die gebaut worden war, um die Dunbar High School zu ersetzen, die meine Eltern besucht hatten. Die alte Dunbar High School wurde zu einer Junior High School, die ich besucht habe um meine neun Jahre Schulausbildung an Little Rocks schwarzen Schulen voll zu machen, bevor ich 1964 auf die Central High ging.
Meine Schwester Winifred, die vom Alter her gleich nach meinem ältesten Bruder kommt, hatte die Lynchmobs im Fernsehen gesehen und sie skandieren hören: „Zwei, vier, sechs, acht („eight“), wir wollen sie nicht integrieren („integrate“)“. Sie hatte den Hass auf den Gesichtern der Anhänger der Rassentrennung gesehen und ihre Entschlossenheit, ihre Lebensweise nicht durch „arrogante Neger“ infrage stellen zu lassen, und von da an wusste sie, dass sie „zu dieser Schule (Central High) gehen muss“, wenn sie ein paar Jahre später alt genug sein würde. Sie sagte mir später, dass sie ihnen beweisen musste, dass sie genauso gut war wie sie. Ich sagte ihr, dass sie die einzige Person ist, die ich kenne, die von einem Lynchmob für eine High School angeworben worden ist.
Mein zweitältester Bruder, Richard, entschloss sich, nicht zur Central High zu gehen, sondern folgte Robert auf die Horace Mann. Ich kam als letztes und folgte meiner Schwester. Wir alle machten unseren Abschluss und gingen aufs College; zwei von uns erwarben höhere Abschlüsse, während die anderen beiden vom College abgingen, um andere Interessen zu verfolgen. Wir alle erwiesen uns später im Leben an jeder normalen Messlatte gemessen als erfolgreich bis herausragend. Die Entscheidungen darüber, welche High School wir besuchen würden, wurden bei uns zuhause gefällt, von den Eltern und den entsprechenden Kindern. Über die Entscheidungen gab es nie irgendwelchen Unfrieden. Jeder von uns war Teil eines Vorgangs, den Weg zu wählen, der am angemessensten erschien. Es war klar, dass diese Entscheidung keine Frage des Erfolgs oder Misserfolgs war. Man konnte auf beiden Wegen erfolgreich sein oder scheitern. Die spezifische Schule war nur ein Teil innerhalb der Gleichung neben individuellen Bestrebungen, Charakter, Motivation und Bedürfnissen. Viele Leute erlebten Ähnliches in der Zeit, bevor intensive Busbeförderung und erzwungene Integration in den frühen 70ern einsetzten; die Kinder, Eltern und Gemeinschaften bedachten, was für die Kinder am besten war, und trafen entsprechende Entscheidungen. Sicherlich wurden einige Fehler gemacht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine gute Wahl getroffen werden konnte, war viel größer, wo die Überlegungen und Entscheidungen durch die Familien und Gemeinschaften angestellt und getroffen worden, als später, wo diese Entscheidungen durch die Gerichte, Schulbehörden und Gesetzgeber getroffen wurden. Ich hatte wirklich nie irgendwelche Probleme mit Plänen für „Entscheidungsfreiheit“, wenn sie ihren Namen treu blieben und freie Entscheidungen ermöglichten, wie das bei dem Plan in Little Rock in den späten 60ern der Fall war. Die Annahme einiger weißen Liberalen und Konservativen damals wie heute war, dass alle Schwarzen sich dazu entscheiden würden, zusammen mit Weißen zur Schule zu gehen. Mitnichten.
Wichtig war der Umstand, dass die Türen offen sein mussten – nicht die Idee, dass dann jeder hindurchströmen würde oder sollte. Das heißt freilich nicht, dass alle Schwarzen, die nicht zu integrierten Schulen gehen wollten, einfach rückschrittlich, ignorant oder selbstverachtungsvoll waren – obwohl es einige Leute in der schwarzen Gemeinschaft gab, auf die all diese Beschreibungen zutrafen. Richtiger ist, dass viele Schwarze wussten, dass die Qualität der Bildung nicht von der Neuheit der Bücher oder von der Poliertheit der Flure abhängt. Bildung erwächst aus der Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, die bemüht sind zu lernen. Bildung erwächst daraus, dass Schüler gefördert und ermutigt werden. Niemand, der mich kennt, könnte kommen und behaupten, dass ich in meinen neun Jahren, die ich auf rassengetrennten Schulen verbracht habe, kein gutes Bildungsfundament erhalten hätte. Und ich bin in keiner Hinsicht einzigartig. Meine Erfahrungen aus dieser Zeit gleichen denen der meisten Schwarzen, die ich kenne.
Bell hooks äußert sich in ihrem Buch Teaching to Transgress sehr wortgewandt hierzu, wenn sie über die schwarzen Lehrerinnen spricht, die sie in rassengetrennten Schulen in Kentucky hatte, wo sie anfangs unterrichtet wurde. Sie sagt, dass sie eine antiautoritäre [2] Erziehung verfolgten, wiewohl sie das selbst nicht mit diesem Wort bezeichnet hätten. Sie brachten ihr bei, dass ein geistiges Leben möglich und wünschenswert ist. Sie inspirierten sie. Sie vergleicht das dann mit ihren Erfahrungen an integrierten Schulen, wo Erfolg durch Konformität erkauft werden musste und wo ihr ihre Liebe zum Lernen verloren ging.
Ich befrage hierzu regelmäßig ältere Schwarze, die die Zeit vor der intensiven Busbeförderung mitbekommen haben, und ich werde durchgehend bestätigt, wenn auch die meisten Schwarzen einräumen, dass sie nicht viel Gelegenheit gehabt haben, dies den Weißen mitzuteilen, die sie kennen. Ein Freund von der NAACP [3], der in der landesweiten Führung relativ hoch steht, sagte mir einmal: „Du hast recht, aber das kannst du nicht sagen.“ Ich versicherte ihm, dass ich, wenn ich denn schon Recht habe, es dann auch sagen kann, denn ich werde lieber Recht haben als beliebt sein. Und ich muss auch nicht genauestens darauf achten, dass ich bei dieser Angelegenheit auf einer anderen Seite zu stehen komme als Konservative. Stattdessen fühle ich mich gezwungen, mir die Situation selbst anzusehen und zu sehen versuchen, was Sinn macht.
Was das Harvard Civil Rights Project und Leute wie Jonathan Kozol nun jahrelang über die Aufhebung der Rassentrennung an Schulen sagen, macht für mich keinen Sinn. Ihre grundlegende Argumentation ist, dass die inhärente Unzulänglichkeit schwarzer Schulen 1954 durch die Entscheidung im Falle Brown [4] bewiesen worden ist und dass schwarze Kinder nur dann eine gute Erziehung bekommen können, wenn sie zusammen in einem Klassenraum mit weißen Mittelklassekindern sitzen, deren Eltern sich für die Qualität des Unterrichts in diesen Klassenräumen einsetzen werden. Was ist hier mit der Handlungsfähigkeit der schwarzen Gemeinschaft passiert? Was ist mit der Fähigkeit schwarzer Eltern passiert, sich selber um die Bildung ihrer Kinder zu kümmern? Würden aufrechte weiße Eltern sich nur um die Bildung von schwarzen Kindern sorgen, wenn ihre eigenen Kinder auch im Raum wären? Und, wenn das in der Tat der Fall wäre, könnten diese Eltern nicht Wege finden, sich auf Kosten der schwarzen Kinder um ihre eigenen Kinder zu kümmern, sogar in einem einzigen Klassenzimmer?
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Missstand in der Bildung – ihre Tendenz, Lernen zu erzwingen statt zu erleichtern, und ihre Tendenz, Leute dazu zu zwingen, die gegenwärtige Situation hinzunehmen und sich in die bestehende Sozialordnung einzupassen, anstatt kritisch zu denken und allgemein akzeptierte Konzeptionen zu hinterfragen – ein Missstand ist, der jeden betrifft. Die Folgen dieses Versagens des Unterrichts unterscheiden sich für den Einzelnen in Abhängigkeit von seiner Position in der Sozialordnung. Tatsächliche Fähigkeiten zu kritischem Denken werden selten unterrichtet, weil sie schwer nachzuprüfen sind. Wir müssen darauf schauen, wie Bildung junge Leute darauf vorbereitet, zur Zukunft ihrer Gemeinschaft beizutragen, aber dafür brauchen wir eine gewisse Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Gemeinschaft aussieht. Die „neue Wirtschaftsordnung“ bringt es für mich einfach nicht. Die Lücke zwischen den Reichen und den Habenichtsen kann einfach nicht noch weiter wachsen, während wir die Erde zerstören und die meisten Menschen in der Welt befremden, indem wir versuchen, jede menschliche Beziehung zu etwas zu verzerren, aus dem ein paar mächtige Leute immer höhere Profite machen können. Wir müssen einen besseren Weg finden, nein, wir müssen ihn erschaffen. Der Unterricht könnte hierbei eine wichtige Rolle spielen, aber nicht einfach dadurch, dass er verschiedenen Gruppen die Möglichkeit gibt, miteinander zu lernen und zu spielen. Die Kinder von Sklaven und von Sklavenhaltern spielten manchmal auch zusammen, aber am Ende lernten beide, wo ihr gesellschaftlicher Platz war. Der Umstand, dass sie zusammen spielten, veränderte also nichts an der Sozialordnung, und das wird er auch jetzt nicht tun, es sei denn, wir nehmen die Aufgabe der sozialen Veränderung ernst.
Junge Leute, denen man beigebracht hat, Selbstvertrauen und eine gewisse Kotrolle über ihre Umgebung zu haben, sind dazu in der Lage, verantwortliche, respektvolle und respektierte Beziehungen mit allerlei Menschen aufzubauen, mit denen sie niemals Kontakt gehabt hatten. Solche Kinder werden dazu in der Lage sein, mit Chinesen oder Japanern oder Iranern oder Polen klarzukommen, die sie in ihrem Leben treffen, ob nun welche davon in ihrem Klassenraum gesessen haben oder nicht.
Die ganze Sache mit der Vielfalt an Schulen ist eine Ablenkung von der wichtigen Diskussion darüber, was für eine Art Ausbildung nötig ist, um dieses Niveau von Selbstbewusstsein und Kompetenz bei allen unseren jungen Leuten aufzubauen.
Viele Leute mögen sich dessen nicht bewusst sein, dass die jungen Leute in Wilmington, North Carolina, deren Kampf zu den Unruhen führte, die in den frühen 70ern den Fall der Wilmington 10 schufen [5], gegen die Schließung von schwarzen Schulen und erzwungene Integration kämpften. Gary Orfield und Jonathan Kozol lernten daraus nichts über die Bedürfnisse und Sehnsüchte von Schwarzen. Vielleicht haben sie nicht einmal über den einjährigen Schulboykott nebst [von den Schulen] unabhängigen Unterricht gehört, der sich in Hyde County in North Carolina im Zusammenhang mit der Schließung von schwarzen Schulen im Zuge der Integrierung stattfand. Sie würden gut daran tun, mit mir zu kommen und mit einigen der Leute zu reden, die sie für unfähig halten, sich für ihre eigenen Kinder einzusetzen.
Ich bekomme es satt, Leute davon reden zu hören, dass die Wiedereinführung der Rassentrennung an Schulen ein Verrat am Kampf für den Unterricht ohne Rassentrennung ist, den zu erreichen so viele Opfer von so vielen nötig waren. Ich war einer derjenigen, die einen Teil ihrer Jugend für diese Anstrengungen geopfert haben. Ich tat dies mit offenen Augen. Ich hatte eine gewisse Vorstellung davon, was ich gewinnen und was ich verlieren würde, aber meine Entscheidung hätte nicht für jeden gepasst. Ich nehme immer noch teil am Kampf für die wirklichen Werte, die unsere Gemeinschaft in dieser Zeit vorangetrieben haben, aber ich denke, dass diese Werte allgemein nicht gut verstanden werden. Ich denke, dass ein Gutteil des Kampfs gegen die Rassentrennung an Schulen aus Motiven heraus geschah, wie sie meine Schwester Winifred hatte. Sie sagte nicht, dass sie zu dieser Schule gehen müsse (bei allen Härten, die das bedeuten würde), um etwas zu bekommen, das sie sonst nicht kriegen würde. Sie ertrug nicht das, was sie damals zu ertragen hatte, um an neuere Bücher oder irgendeine besonders wählbare Klasse heranzukommen. Nein. Sie ging aus Prinzip, um „diesen Leuten zu zeigen, dass ich genauso gut bin wie sie.“
Vielleicht, wenn wir uns mit den damaligen Schulreformen beschäftigen, könnten wir sehen, was es erforderte, damit sie ein so starkes Selbstwertgefühl entwickeln konnte um zu wissen, dass sie etwas zu zeigen hatte. Zu vielen unserer Kinder fehlt dieses, und es wird den Kindern nicht helfen, es zu kriegen, wenn man die Schulen besser ausbalanciert, aber gleichzeitig die Handlungsfähigkeit der schwarzen Gemeinschaft, sich für ihre eigenen Kinder einzusetzen und für sie zu kämpfen, ignoriert.
Anmerkungen des Übersetzers:
[1] Die Leitung der Little Rock High School hatte für 1957 vorgesehen, die vom Obersten Gerichtshof 1954 verordnete Aufhebung der Rassentrennung an Schulen umzusetzen und neun schwarze Schüler („Little Rock 9“) sich in die bisher ausschließlich von Weißen besuchte Schule einschreiben lassen. Der Gouverneur von Arkansas, Orval Eugene Faubus (1910-1994, demokratische Partei), tat seinen Unwillen hierüber kund, indem er am 4.9. die Schule durch Reservisten umstellen und jedem Schwarzen den Zutritt verweigern ließ, was in den USA für Schlagzeilen sorgte. Kurz nachdem der Gouverneur die Reservisten abgezogen hatte, wurden die neun Schüler am 23.9. am weißen Mob vorbei in die Schule hineingeschmuggelt, aber, weil die Polizei sich nicht imstande sah, ihre Sicherheit zu gewährleisten, gegen Mittag auch wieder herausgeschmuggelt. Am nächsten Tag wurde auf Bitte des Bürgermeisters der Schulbesuch der neun durch das Militär gesichert, was bis zum Ende des Schuljahrs so blieb. Statt integrierte Schulen zuzulassen, schloss Gouverneur Faubus für das nächsten Schuljahr sämtliche staatlichen Schulen in Little Rock, was erst für das nächste Schuljahr durch Gerichtsentscheidung unterbunden werden konnte. (Informationen nach http://en.wikipedia.org/wiki/Little_Rock_Integration_Crisis; 29.8.2007)
[2] „liberatory“, wörtlich „zu befreien beabsichtigende“
[3] „ National Association for the Advancement of Colored People”, eine Bürgerrechtsorganisation
[4] Brown v. Board of Education ist die Sammelbezeichnung für fünf von 1952 bis 1954 vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten verhandelte Fälle zum Thema der Rassentrennung an öffentlichen Schulen. Die von betroffenen Eltern eingebrachten Sammelklagen gegen vier Bundesstaaten und den Regierungsbezirk vertraten die Position, dass separate Einrichtungen für Schüler getrennt nach Hautfarbe den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung der Vereinigten Staaten verletzen. Der Oberste Gerichtshof schloss sich dieser Argumentation mit seinem Grundsatzurteil vom 17. Mai 1954 einstimmig an (nach http://en.wikipedia.org/wiki/Brown_v._Board_of_Education, 30.8.2007)
[5] 1971 brachen nach der Verschlechterung der Verhältnisse zwischen Schwarzen und Weißen an Schulen Proteste der schwarzen Schüler aus, die in diesem Zuge mit dem Boykott der Schulen begannen. Die Proteste wurden von Brandanschlägen auf Geschäfte begleitet, die den Demonstranten angelastet wurden, worauf der Klu Klux Klan in der Stadt zu patrollieren begann. Am 6.2. versuchten Feuerwehrleute einige in Brand geratene Gebäude zu löschen, gerieten aber vom Dach einer nahe gelegenen Kirche unter Feuer. Als nach einem Feuergefecht, bei dem zwei Menschen starben, die Kirche am 8.2. gestürmt werden konnte, war sie jedoch leer. Aufgrund der Aussage zweier Schwarzer, die angaben, sich am 6.2. in der Kirche befunden zu haben, wurden neun schwarze Männer und eine weiße Frau verhaftet und zu durchschnittlich 28 Jahren Gefängnis verurteilt. Trotz und wegen des Drucks wegen des Anscheins, dass es sich vielmehr um politische Gefangene handele, brauchte es bis 1980, dass das Urteil wegen eines technischen Details bei der Verurteilung aufgehoben wurde. (http://www.lib.unc.edu/ncc/ref/nchistory/feb2005/index.html)
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