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  • 06.02.2012
Hurra für Ägypten!
von Uri Avnery
DAS UNMÖGLICHE ist geschehen. Das ägyptische Parlament, demokratisch von einem freien Volk gewählt, hat sich zu seiner 1. Sitzung zusammen gefunden. Für mich war das ein wunderbares, freudiges Ereignis. Für viele Israelis war dies ein beunruhigender, ein bedrohlicher Anblick.
  • 27.01.2012
Das Verbrechen der atomaren Bedrohung heute
von Francis Boyle
Ich freue mich, heute abend zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich möchte meine Dankbarkeit an Zeit-Fragen ausdrücken, dass sie die deutsche Ausgabe meines Buches "Das Verbrechen der Atomaren Abschreckung" möglich gemacht haben, und nun zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, erscheint. Zu jener Zeit, vor 65 Jahren, hat Japan vor den Vereinigten Staaten, nach den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki und der Verbrennung von 250.000 vollkommen unschuldiger Menschen, kapituliert.
  • 23.01.2012
Eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten
von Ali Fathollah-Nejad
Über die Bedeutung eines gemeinsamen und inklusiven Ansatzes zur Beruhigung der Spannungen im Mittleren und Nahen Osten
  • 23.01.2012
Die Blockbrecher
von Uri Avnery
“ISRAEL HAT keine Außenpolitik, es hat nur eine Innenpolitik,” bemerkte Henry Kissinger einmal. Dies hat vielleicht für jedes Land mehr oder weniger gegolten– seitdem es die Demokratie gibt. Doch in Israel scheint dies noch mehr zuzutreffen. (Ironischerweise könnte fast gesagt werden, dass die US keine Außenpolitik hat, nur eine israelische Innenpolitik .)
  • 12.01.2012
Verteidigungsbudgets und Höhlenmenschen
von Gwynne Dyer
Wenn man keine Völker mehr versklaven darf, ja nicht einmal mehr ihre Ressourcen ausbeuten, was hat es dann für einen Sinn, eine herkömmliche Großmacht zu sein?
  • 23.12.2011
Der Herzog von Nablus
von Uri Avnery
DER NAME von Munib al-Masri ist vor kurzem als möglicher Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten einer palästinensischen nationalen Einheitsregierung aufgetaucht. Da er weder ein Mitglied von Fatah noch von Hamas ist, ist er für beide annehmbar. Al-Masri selbst verneint solche Ambitionen. Er sagt, er sei zu alt (77) und dass eine jüngere Generation Palästinenser nun an der Reihe sei.
  • 12.12.2011
Die Panikmacher
von Uri Avnery
AM JAHRESTAG von Ben Gurions Todestag wurde ein Gedenkfeier an seinem Grab in Sde Boker abgehalten, in dem Dorf in der Negevwüste, wo er in seinem Ruhestand lebte. Es gibt dort keinen Friedhof – nur sein Grab und das seiner Frau Paula. Die Zeitungen veröffentlichten ein Bild von Binjamin Netanjahu, wie er unter einem großen Foto des verstorbenen Führers eine Rede hält und der gedankenvoll in die Ferne schaut.
  • 06.12.2011
Die Früchte der Befreiung
von Glenn Greenwald
In Afghanistan – schon wieder: Afghanische Behördenvertreter sagten am Donnerstag, dass unter den sieben Zivilpersonen, die durch einen Luftangriff der NATO im Süden Afghanistans getötet worden sind, sechs Kinder waren.
  • 05.12.2011
Des Königs Rede
von Uri Avnery
MITTE DER 80er-Jahre übermittelte mir ein deutscher Diplomat eine überraschende Botschaft. Ein Mitglied der jordanisch-königlichen Familie würde mich gerne in Amman sprechen. In jener Zeit war Jordanien offiziell noch im Krieg mit uns. Irgendwie erhielt ich eine offizielle Erlaubnis von der israelischen Regierung.
  • 29.11.2011
Der Iran und die IAEA
von Seymour Hersh
Im vergangenen Jahrzehnt habe ich für das Magazin THE NEW YORKER immer wieder über den Iran und seine (angeblich in Arbeit befindliche) Atombombe berichtet und dabei feststellen müssen, dass es selbst den besten und erfahrensten Agenten des Joint Special Operations Command nicht gelungen ist, im Iran stichhaltige Beweise für die Existenz eines Programms zum Bau von Atomwaffen zu finden
  • 15.11.2011
Offener Brief an die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen angesichts der Pressemitteilung vom 09.11.2011 ihrer außenpolitischen Sprecherin Kerstin Müller zu dem neuen IAEO-Bericht zu Iran
von verschiedenen Autoren
Ginge es der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wirklich um die Existenz Israels und um ein friedliches Zusammenleben aller Völker im Mittleren und Nahen Osten, so müsste sie sich für die Massenvernichtungsfreie Zone und für die Idee der Kooperation im Mittleren und Nahen Osten einsetzen und alle Staaten, einschließlich Iran und Israel, auffordern, an dieser Friedensperspektive konstruktiv mitzuarbeiten
  • 14.11.2011
Feindliche Übernahme Israels
von Gideon Levy
Phase eins wird schon seit langem als Erfolg gebucht: Die Siedler haben die Kontrolle über die besetzten Gebiete und benützen ihre Macht und ihre Bauprojekte, um jede gerechte Abmachung zu vereiteln. Aber jeder , der dachte, sie siedeln in der Westbank, um (nur) sie zu kontrollieren, sollte einen Blick auf Phase zwei des Planes nicht scheuen, die sich auf ihrem Höhepunkt befindet und schon eine Erfolgsgeschichte ist.
  • 14.11.2011
„Haltet mich zurück!“
von Uri Avnery
JEDER KENNT die Szene aus der Schule: ein kleiner Junge streitet mit einem größeren. „Haltet mich zurück!“ schreit er zu seinen Kameraden hin, „bevor ich seine Knochen breche!“ Unsere Regierung scheint sich in dieser Weise zu benehmen. Jeden Tag schreit es jetzt aus allen Kanälen, dass sie im Begriff ist, dem Iran die Knochen zu brechen.
  • 09.11.2011
Eine KSZE für den Nahen Osten?
von Ali Fathollah-Nejad
Ali Fathollah-Nejad von der School of Oriental and African Studies (SOAS) der Universität London ist Mitglied der Initiative für eine Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO). Ein Hauptziel ist die Schaffung einer kernwaffenfreien Zone
  • 03.11.2011
Dankesrede von Hollman Morris (Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2011)
von Hollman Morris
Eine Frau aus dem Bananenanbaugebiet Kolumbiens, wo der Multi Chiquita sowohl rechts als auch linksextreme Gruppierungen finanzierte und dadurch dem Mord an tausenden von Bauern Vorschub leistete – sagt: “Hier gibt es keine Bananenstaude, die nicht mit einer Leiche gedüngt ist” ... in Lateinamerika (gibt es) kein Öl, an dem nicht Blut klebt; keine Kohle, die nicht weite Sumpfgebiete vergiftet hat; kein Gold, das nicht die Lebensgrundlage und Ressourcen der Indiogemeinschaften ... zerstört hätte
  • 31.10.2011
Ein Blick aus der Villa
von Uri Avnery
DAS TÖTEN von Muammar Gaddafi und seinem Sohn Muatasim war kein schöner Anblick. Nachdem ich sie einmal gesehen hatte, schaute ich weg, wenn sie wieder und wieder im TV gezeigt wurden – buchstäblich ekelerregend. Das kommerzielle Fernsehen existiert natürlich, um für die Magnaten Geld zu machen, indem es die niedrigsten Instinkte und Geschmäcker der Massen anspricht. Dort scheint es einen unersättlichen Appetit auf grausame Bilder zu geben.
  • 24.10.2011
Der Sohn Afrikas greift nach den Kronjuwelen dieses Kontinents
von John Pilger
Am 14.10.11 gab Obama bekannt, dass er US-Spezialtruppen nach Uganda entsandt hat, die in den dortigen Bürgerkrieg eingreifen sollen. In den kommenden Monaten werden US-Kampftruppen in Süd-Sudan, in die DR Kongo und in die Zentralafrikanische Rep. geschickt. Obamas Ankündigung, sie würden nur "zur Selbstverteidigung" von ihren Waffen Gebrauch machen, kann nur als Satire aufgefasst werden. Nachdem man sich Libyen gesichert hat, ist jetzt die Invasion des afrikanischen Kontinents in Vorbereitung
  • 23.10.2011
Shalits Rückkehr in einen Staat in Psychose
von Gideon Levy
An diesem Wochenende war sogar Gilad Shavits aftershave ein Diskussionsthema. Ein Spitzen-Kommentator berichtete der galvanisierten Nation in großer Ernsthaftigkeit, dass die Psychologie-Experten der IDF seiner Familie empfahlen, eine Tasche mit seinem Lieblings-aftershave zu packen, um ihm die Rückkehr zu erleichtern.
  • 21.10.2011
Die Reichen bewahren und die Wirtschaft verlieren
von Paul Craig Roberts
Die Wirtschaftspolitik in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa hat versagt und die Menschen müssen dafür bezahlen. Die Wirtschaftspolitik hat aus drei Gründen versagt:
  • 20.10.2011
Wir, die Verräter
von Uri Avnery
ES GIBT Situationen, in der ein wirklicher Patriot keine Alternative hat, als ein Verräter zu sein,“ schrieb Rudolf Augstein in einer Rezension von einem meiner Bücher in den späten 80er-Jahren. Das Buch „Mein Freund, der Feind“ beschrieb u.a. meine Begegnung mit Yassir Arafat. Es war die erste Begegnung zwischen einem Israeli und dem Führer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).
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