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Petition für die Freilassung von Sayed Perwiz Kambachsch

Der 23-jährige Journalistik-Student Sayed Perwiz Kambachsch wurde am 22. Januar 2008 zum Tode verurteilt, im Oktober ist die Strafe in 20 Jahre Gefängnis umgewandelt worden. Kambachschs Vergehen: Er verbreitete einen Artikel über die Rolle der Frau im Koran, den er aus dem Internet heruntergeladen hatte.

Petition für die Freilassung von Sayed Perwiz Kambachsch

Sayed Perwiz Kambachsch

Petition für die Freilassung von Sayed Perwiz Kambachsch

Reporter ohne Grenzen hat eine Petition an den afghanischen Präsidenten gestartet, in der die Freilassung von Sayed Perwiz Kambachsch gefordert wird.

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Hintergrund

Ein Gericht in Masar-i Scharif hatte Kambachsch am 22. Januar 2008 hinter verschlossenen Türen zum Tode verurteilt. Die Richter standen offenbar unter massivem Druck durch den Rat der Mullahs sowie Beamte vor Ort. Ein Berufungsgericht in Kabul hat das Todesurteil am 21. Oktober 2008 in eine 20-jährige Gefängnisstrafe umgewandelt. Auch dieses Verfahren war nach Angaben von Kambachschs Anwalt von Unregelmäßigkeiten geprägt. Die Verteidigung durfte keine Zeugen einberufen, wie er berichtet. Das Gericht habe ausschließlich die Zeugen der Staatsanwaltschaft vernommen. Das Urteil basiere auf einer Anklage, die gegen afghanische Gesetze verstoße, so der Anwalt. 

Kambachsch, der neben seinem Studium als Reporter für die Tageszeitung Jahan-e-Naw ("The New World") arbeitete, war am 27. Oktober 2007 festgenommen und der Blasphemie sowie der Verleumdung des Islams beschuldigt worden. Das Berufungsgericht hält an dieser Anklage fest, obwohl die afghanische Verfassung Pressefreiheit garantiert.

Für Rahimullah Samanders, Vorsitzender des unabhängigen Journalistenverbandes in Afghanistan, sind die Festnahme und Verurteilung Kambachschs eine Kampagne gegen dessen Bruder Sajed Jakub Ibrahimi. Der Journalist des Internationalen Instituts für Kriegs- und Friedensberichterstattung (IWPR) hatte 2007 eine Reihe kritischer Artikel über die Behörden in den Provinzen Afghanistans verfasst.

ROG fordert den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai auf, sich für den verurteilten Journalisten einzusetzen und die Anwendung der Verfassung sowie den Schutz der Meinungsfreiheit zu garantieren.

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