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Mexiko / Chiapas

  • 05.02.2010
Regierung beabsichtigt ökotouristische Zentren einzurichten
von Hermann Bellinghausen
San Cristóbal de las Casas, Chiapas. 30 Januar. Die Junta der Guten Regierung (JBG) ''Pfad der Zukunft'', mit Sitz im Caracol von La Garrucha, denunzierte am Freitag die gewaltsame Räumung und Zerstörung der indigenen Gemeinde Laguna San Pedro, im autonomen Bezirk Ricardo Flores Magon, am 22. Januar dieses Jahres. Die Regierung beabsichtige die "Wiederaufforstung" der Gegend, um in Montes Azules, innerhalb des Biosphärenreservats, private Ökotourismuszentren einzurichten.
  • 27.07.2009
Die Ermordung des Totzil Indigenas in Mitzitón bleibt weiterhin ungestraft
von Hermann Bellinghausen
San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, 25. Juli. Kein einziges Ergebnis hat bisher die von der Staatsregierung versprochene Untersuchung der Ermordung des Tzotzil Campesinos Aurelio Díaz Hernandez gebracht, die nunmehr schon eine Woche zurückliegt. Aurelio Díaz Hernández war in Mitzitón von einem Wagen angefahren und getötet worden, der von Insassen mit verhüllten Gesichtern gesteuert wurde, die auf die ansässigen Ejido-Bewohnern das Feuer eröffneten.
  • 03.05.2009
JBG Morelia denunziert Schusswaffenangrff der Sektorpolizei gegen Zapatisten
von EZLN
Die JBG Morelia denunziert den Angrff mit Schusswaffen der Sektorpolizei und der OPDDIC gegen Compañeros Unterstützungsbasen des Autonomen Bezirks in Rebellion Comandanta Ramona, sowie Provokationen der ORCAO in Lucio Cabañas.
  • 05.02.2009
Geschichte für Mamá Corral
von Subcommandante Marcos
An allen, die es angeht: Die Nachricht traf noch vor dem Morgengrauen ein. Die kalte Nacht wurde noch kälter, und bei Tagesanbruch entdeckten wir so etwas wie eine Leere, als ob uns etwas fehlte, als ob wir etwas sehr persönliches verloren hatten. Die Geografie von der aus wir Zapatisten kämpfen, ist sehr umfangreich. Auf den Landkarten trägt sie den Namen "Mexiko", und ihre Winkel zu bereisen ist eine Aufgabe, die noch umfangreicher ist.
  • 13.01.2009
Der Siebte Wind: Einige Würdige und Wütende Tote
von Subcommandante Marcos
Bei uns haben wir heute, wie schon sein 15 Jahren, den Compañero Don Pablo González Casanova. Guten Abend. Seine intellektuellen Fähigkeit, die Brillanz seiner Analyse, seine Position an der Seite derer die kämpfen, müssen heute nicht erwähnt werden. Jeder, der sich nur ein wenig erinnert, oder in der Vergangenheit sucht, kennt sie. Wir kennen sie. Wir Zapatisten und Zapatistinnen, haben nie aufgehört über seine Einfachheit und Bescheidenheit in Umgang mit uns zu staunen.
  • 11.01.2009
Der Sechste Wind: Eine Andere Würdige Wut
von Subcommandante Marcos
Seit dem Beginn unseres Aufstandes hat die Sympathie und die Unterstützung die wir von 4 Sektoren der Bevölkerung erhalten haben und glücklicherweise weiterhin erhalten unsere Aufmerksamkeit geweckt: die der Indigenas, der Frauen, der Jugendlichen, und der Homosexuellen, Lesben, Transgeschlechtlichen und Transsexuellen, in erster Linie, aber nicht ausschließlich, der Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen.
  • 10.01.2009
Der Vierte Wind - Eine Würdige Organisierte Wut
von Subcommandante Marcos
Guten Abend. Bei uns sitzt Don Luis Villoro. Wenn ich vorstellen darf, Compañero Luis Villoro. Seine Nähe zu den indigenen Völkern dieses Dorfes reicht nicht nur bis 1994 zurück, sondern geht dem in vielen Kalendern lange voraus. In unserem Fall, für die Zapatisten, ist seine Hilfe lebenswichtig gewesen. Um es ganz schlicht zu sagen, mehr als nur einer oder eine in den indigenen Gemeinden ist heute am Leben und kämpft, dank der Hilfe dieses Mannes.
  • 08.01.2009
Der Dritte Wind - Eine Würdige und Wütende Farbe der Erde
von Subcommandante Marcos
Guten Abend. Wir werden versuchen uns kurz zu fassen, weil der Tag schon lange genug gewesen ist, und weil die Lupita und die Toñita Ihnen hinterher noch ein paar Geschichten vorlesen werden, die sie ganz speziell für Sie vorbereitet haben.
  • 07.01.2009
Der Erste Wind - Eine würdige, wütende Jugend
von Subcommandante Marcos
Schon seit langem hat das Problem der Kalendern und der Geografien die Macht entlarvt und bloßgestellt. Zuweilen hat sich gezeigt (und wird sich zeigen) wie ihr glänzendes Getriebe der Herrschaft ins Stottern gerät und auseinanderfällt. Deshalb versucht sie auch bei der Handhabung der Geografien und Kalendern große Vorsicht anzuwenden.
  • 16.12.2008
236 Kollektive haben sich für das Festival der Würdigen Wut registriert
von Hermann Bellinghausen
Das Unterstützungsteam der Sechsten und Intergalaktischen Kommission der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN), für die Organisation des Festivals der Würdigen Wut, dass in der letzten Dezemberwoche 2008 und den ersten Januartagen 2009 stattfinden wird, gab bekannt, dass bisher 154 Kollektive und Organisationen aus Mexiko, und 82 aus der übrigen Welt ihre Teilnahme registriert haben.
  • 09.12.2008
Handlanger der Aufstandsbekämpfung kommen in Chiapas an die Macht
von Hermann Bellinghausen
San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 18. November. Mit der Ernennung des ehemaligen Oberrichters Noé Castañón León zum Regierungssekretär anstelle des PRD-Politikers Antonio Morales Messner, ist die Regierung von Juan Sabines Guerrero bei der Wiederverwertung ehemaliger PRI-Anhängern einen Schritt weitergegangen. Juan Sabines selbst war noch vor drei Jahren ein Bürgermeister der PRI in Tuxtla Gutiérrez, obgleich er offiziell unter der Fahne der Demokratischen Revolutionspartei (PRD) zum Gouverneuren gewählt wurde.
  • 05.12.2008
Offiziell: Pemex wird im Lakandonischen Urwald nach Öl bohren
von Hermann Bellinghausen und Mariscal Ángeles
San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 23. November. Zum ersten Mal gab die Bundesregierung offiziell durch Energieministerin Georgina Kessel Martínez bekannt, dass der mexikanische Staats-Ölkonzern PEMEX, demnächst mit der Suche und dem Abbau von Rohöl im Lakandonischen Urwald, im südöstlichen Becken beginnen wird. Die Ministerin wohnte am letzten Donnerstag dem Beirat der Bundeskommission für Elektrizität in Tuxtla Gutiérrez bei, und traf sich danach mit Repräsentanten der staatlichen Regierung.
  • 30.11.2008
Freiheit für die Atenco 13!
von Mumia Abu-Jamal
Während weltweit Wirtschaften zusammenbrechen, werden Staaten zunehmend repressiv, ganz besonders gegen jene, die ihre politischen Gegner sind und Widerstand leisten. Dies ist keine regionale Beobachtung, sondern eine globale. Diese Tendenz zeigt sich ebenfalls in der Verfolgung und ungerechten Verurteilung der Männer und Frauen von Atenco, Mexiko.
  • 26.09.2008
EZLN Kommunique über die politischen Gefangenen von Atenco
von EZLN
An die Compañeros und Compañeras Anhänger der Sechsten Erklärung, der Anderen Kampagne und der Zezta International: An alle, die sich angesprochen fühlen: Compas: Was halten Sie von dem Ausdruck "Compañeroa"? Wir jedenfalls denken, dass man so das Problem mit dem @-Zeichen aus der Welt schaffen, und die Bedeutung noch etwas weiter bringen könnte. Denn, wie der verstorbene Elias Contreras immer sagte, wie es sich zeigt... Gut, aber ich glaube ich habe ein wenig verworren begonnen.
  • 06.09.2008
JBG Morelia denunziert paramilitärischen Angriff auf zapatistische Campesinos; ein Schussverletzter.
von Hermann Bellinghausen
Die Junta der Guten Regierung (JBG) 'Herz des Regenbogens der Hoffnung', des Caracols von Morelia, denunzierete eine ganze Reihe schwerer Angriffe seitens Mitglieder der Organisation für die Verteidigung der Indigenen und Campesino Rechte (OPDDIC) in der Umgebung von K'an akil, Autonomer Bezirk Olga Isabel, Chiapas. Es fielen wiederholt Schüsse "ohne Sinn und Grund", gegen die zapatistischen Campesinos, wobei ein Mann eine in den Bauch angeschossen und verletzt wurde.
  • 07.08.2008
Worte von Marcos an die Internationale Karawane in La Garrucha
von Subcommandante Marcos
Guten Abend. Mein Name ist Marcos, Subcomandante Insurgente Marcos, und ich bin hier um Ihnen den Aufständischen Oberstleutnant Moisés vorzustellen. Er ist von der Generalkommandantur der EZLN zum Beauftragten für internationale Arbeit im Rahmen der Intergalaktischen Kommission und der Sexta Internacional ernannt worden, weil er von uns allen der einzige ist, der genügend Geduld für Sie aufbringt.
  • 07.07.2008
Räumung des zapatistischen Naturreservats von Huitepec in Vorbereitung
von Hermann Bellinghausen
San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 4. Juli. Nach Informationen einer zuverlässigen Quelle aus den Reihen der Staatsregierung, die Anonymität bewahren möchte, soll der Bezirksbürgmeister dieser Stadt, Mariano Alberto Díaz Ochoa, mit Unterstützung der Bundesregierung, die "Räumung", des zapatistischen Naturreservats auf dem Hügel von El Huitepec vorbereiten. Der Einsatz könnte unter Beteiligung der Armee, der Bundesstaatsanwaltschaften, sowie der Bezirkspolizei erfolgen, so die Quelle weiter.
  • 14.06.2008
Militäreinfälle gegen indigene Gemeinden von Chiapas nehmen drastisch zu
von Hermann Bellinghausen
Comitán, Chiapas, 9. Juni. Die Bewegungen und Einfälle der Bundesarmee gegen verschiedene Stellungen in den indigenen Regionen von Chiapas haben drastisch zugenommen. Trotz der Behauptung der Soldaten nach illegalen Drogenpflanzungen zu suchen (wenn sie ihre Präsenz überhaupt "erklären", was sie nicht immer tun), deutet alles darauf hin, dass ihre Aktionen sich gegen die indigenen Organisationen richten. In den Cañadas von Ocosingo, wo sich die zapatistischen Bezirke des Caracols von La Garrucha befinden, sind die Einsätze größer und härter ausgefallen, sie waren jedoch nicht die einzigen.
  • 11.06.2008
JBG Untersuchungskommission bestätigt Inexistenz von Drogenpflanzungen in La Garrucha
von Hermann Bellinghausen
La Garrucha, Chiapas, 7. Juni. Nach dem Aufruhr im Autonomen Bezirk Francisco Gómez über den fehlgeschlagenen Einmarsch der Bundesarmee im Caracol von La Garrucha, San Alejandro und Hermenegildo Galeana, entsendete die Junta der Guten Regierung (JBG) "Pfad der Zukunft" eine Untersuchungskommission um die Spuren der Soldaten zu untersuchen und Zeugenaussagen der Dorfbewohner aufzunehmen.
  • 10.06.2008
Zapatisten verteidigen Autonomie
von John Gibler
Am Mittwoch, den 4. Juni versuchte ein Militärkonvoi mit rund 200 mexikanischen Soldaten und Staats- und Gemeindepolizisten, in mehrere Zapatisten-Gemeinden einzudringen. Sie taten dies unter dem Vorwand, nach Marihuana-Pflanzen zu fahnden. Da es sich um Gemeinden handelt, die sich selbst der Abstinenz verpflichtet haben, war dies absolut absurd. In allen zapatistischen Territorien gilt das "Gesetz der Trockenheit" ("dry law"). Drogen und Alkohol in jeder Form sind hier seit fast fünfzehn Jahren verboten.
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