Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Themen Naher Osten Antisemitismus / Judenfeindschaft
Anmelden


Passwort vergessen?
Neuer Benutzer?
 

Antisemitismus / Judenfeindschaft

  • 06.08.2004
Der fünfte Holocaust
von Gideon Samet
Unkontrollierte israelische Hysterie hat seit Jahren den Terminus Holocaust mit Verkehrsunfällen, den Oslo-Abkommen, dem Aktienmarktkollaps in Verbindung gebracht; während einer Wasserversorgungskrise wurde sogar von einem Holocaustniveau des Genezarethsees gesprochen. Gestern wurden zwei echt israelische Holocausts gebrandmarkt, zwei von vier. Seit dem Yom-Kippur-Krieg, als Moshe Dayan die Zerstörung der Dritten Republik (2) fürchtete, ist nie wieder so viel über den Weg zum 5. Holocaust geplappert worden.
  • 23.07.2004
Der hilfsbereite Pfadfinder
von Uri Avnery
„In einer dramatischen Fernsehsendung ruft der russische Präsident Vladimir Putin die eine Million russischer Emigranten in Israel auf, in Anbetracht der wachsenden Gefahr für ihre Sicherheit sofort in ihre Heimat zurückzukehren.“ Das geschah natürlich nicht. Aber man kann sich leicht vorstellen, wie die Reaktion in Israel gewesen wäre, wenn Putin tatsächlich solch einen Aufruf erlassen hätte . Oder wenn der Präsident Frankreichs, Jacques Chirac, alle französisch Sprechenden in Israel, die Hunderttausende von Immigranten aus Frankreich und Nordafrika, aufgefordert hätte, nach Frankreich umzuziehen, wo ihr Leben nicht von Selbstmordattentätern bedroht sei.
  • 17.05.2002
Dieses Gerede von 'Antisemitismus' ist ein Vorwand um Repression zu rechtfertigen
von Seumas Milne
Schon seit der 'Französischen Revolution' ist das Schicksal der Linken u. der Juden eng miteinander verwoben. Die Forderung der Linken nach universellen Rechten u. sozialer Gerechtigkeit hat sie quasi zu natürlichen Verbündeten eines Volks gemacht, das vom christlichen Establishment Europas lange Zeit über verfolgt u. ausgeschlossen wurde.
  • 24.02.2003
Es ist ok, belgische Schokolade zu essen
von Uri Avnery
„Esst keine belgische Schokolade mehr,“ befahl der israelische Konsul in Florida der großen jüdischen Gemeinde dort. In Israel erreichten anti-belgische Flüche ein ohrenzerreißendes neues Crescendo. Mieses Belgien! Verrücktes Belgien! Größenwahnsinniges Belgien! Und immer wieder: antisemitisches Belgien! Neo-Nazi Belgien! Der israelische Botschafter wurde natürlich aus Brüssel zurückgerufen. Kein Wunder! Denn wie könnte Israel einen Botschafter in der Weltstadt des Antisemitismus halten?
  • 29.04.2004
Israel kritisieren?
von Robert Fisk
Um Gotteswillen, Mary Robinson, Ex-Präsidentin von Irland, Ex-Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen und Rednerin bei der Abschlussfeier der Emory University / USA. Mary Robinson hat einen gewaltigen Fehler gemacht, sie hat es gewagt, Israel zu kritisieren. Robinson sagte – Horror über Horror – die „grundlegende Ursache des arabisch-israelischen Konflikts ist die Okkupation“. „Okkupation“, Stopp, stopp, Mary! Ist das nicht ein wenig antiisraelisch?
  • 18.07.2004
Marie und das Phantom
von Uri Avnery
Zuweilen ist nur eine triviale Episode nötig, um wie mit einem Scheinwerfer auf eine ernste, öffentliche Malaise aufmerksam zu machen. Ein klassisches Beispiel: Der Hauptmann von Köpenick. Oberflächlich betrachtet, war es ein kleiner krimineller Vorfall: 1906 wurde ein Schuster mit Namen Wilhelm Voigt, nachdem er seine Strafe wegen Fälschung abgesessen hatte, aus dem Gefängnis entlassen. Um Arbeit zu erhalten, benötigte er einen Pass; aber als früherer Strafgefangener konnte er keinen bekommen. Also ging er in einen Trödelladen und kaufte die Uniform eines Hauptmanns, schnappte sich ein paar Soldaten von der Straße weg, nahm sie mit nach Köpenick, einem Berliner Vorort, verhaftete den Bürgermeister und konfiszierte Blanco-Pässe.
  • 06.10.2003
Missbrauch von Antisemitismus (AS)
von Ran Ha Cohen
Der Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes (26.9.2003) ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für das, was jüdische Tradition Kheshbon Nefesh nennt oder ein In-Sich-Gehen und über sog. „Antisemitismus“ nachzudenken, der jetzt zum einzigen bedeutsamsten Element jüdischer Identität geworden ist.
  • 15.01.2006
Mit Freunden wie diesen...
von Uri Avnery
Die Ansichten über Judas Ishariot steuern auf eine Überholung zu. Nach neueren Berichten empfehlen dem jetzigen Papst nahestehende Kardinäle, die Haltung der katholischen Kirche ihm gegenüber zu verändern: Abgang des verräterischen Juden, der den Kohorten des bösen Hohenpriesters den Messias übergeben habe und Auftritt eines Apostel, der nach göttlicher Vorsehung einfach seine Rolle spielte. Es war doch Gott selbst, der entschieden hatte, sein Sohn solle am Kreuz sterben.
  • 18.08.2007
Israels jüdisches Problem in Teheran
von Jonathan Cook
Iran ist das neue Nazideutschland und sein Präsident, Mahmoud Ahmadinejad, ist der neue Hitler. Zumindest das erklären israelische Offizielle seit Monaten, während sie und ihre amerikanischen Verbündeten versuchen, die Zweifler in Washington davon zu überzeugen, dass ein Angriff auf Teheran unabdingbar ist. Und wenn den jüngsten Medienberichten Glauben zu schenken ist, sieht es so aus, als ob sie in ihrem Kampf um allgemeine Zustimmung wieder Oberwasser bekommen: Vizepräsident Dick Cheney soll dabei sein, das Weiße Haus zurück auf den Pfad zu einem Militärschlag zu führen.
  • 04.06.2002
Was ist Antisemitismus?
von Michael Neumann
Von Zeit zu Zeit holt irgendein linker jüdischer Schriftsteller tief Luft, zeigt sein (oder ihr) großes Herz und machen uns klar, daß Kritik an Israel nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen ist. Dabei gratulieren sie sich insgeheim zu ihrem Mut. Mit einem kleinen Seufzer unterdrücken sie jeden Anflug von Besorgnis, den Goyim - mal abgesehen von den Arabern - könnte mit diesem gefährlichen Wissen vielleicht doch nicht zu trauen sein.
  • 09.10.2004
Alle Eier in einen Korb
von Uri Avnery
Vor etwa hundert Jahren erfand der Geheimdienst des russischen Zaren die „Protokolle der Weisen von Zion“. Die Autoren waren nicht einmal besonders originell – sie nahmen eine Satire, die Jahrzehnte früher gegen Napoleons III. Bestrebungen nach Weltmacht geschrieben worden war. An die Stelle des französischen Kaisers wurden jüdische Rabbiner gesetzt. Nach dem umgeschriebenen Dokument hätten sich die Juden heimlich zusammengetan und ein Komplott geschmiedet. Die Tentakeln dieser Verschwörung reichten überall hin.
  • 22.04.2006
Antisemitismus, Zionismus, und die Palästinenser
von Noam Chomsky
Es wäre nützlich, sich folgendes moralisches Prinzip einmal vor Augen zu führen - ein Prinzip, so selbstverständlich, dass es eigentlich schon beschämend ist. Der Grund, weshalb ich es dennoch erwähne, ist, dieses Prinzip wird fast zur Gänze ignoriert. Es lautet: Es ist einfach (und nicht einmal sonderlich verdienstvoll), die Verbrechen anderer zu kritisieren und zu verurteilen, viel schwieriger ist es, in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen, was wir selbst angerichtet haben. Denn das Bild, das sich einem dort bietet, ist normalerweise unangenehm und besäßen wir nur einen Funken Anstand, würden wir versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.
  • 19.01.2004
Antisemitismus: ein praktischer Leitfaden
von Uri Avnery
Ein ungarischer Witz: während des Junikrieges 1967 traf ein Ungar seinen Freund. „Warum siehst du so glücklich aus?“ fragte er. „Ich hörte, dass die Israelis heute sechs in Sowjetrussland hergestellte MiGs abgeschossen haben,“ erwiderte sein Freund. Am nächsten Tag sah sein Freund sogar noch fröhlicher drein. „Die Israelis brachten heute weitere acht MiGs zum Absturz,“ verkündigte er.Am dritten Tag aber ist sein Freund niedergeschlagen. „Was ist los? Haben die Israelis heute keine MiGs heruntergeholt?“ fragte der Mann. „Doch sie haben,“ antwortete der Freund. „Aber heute sagte mir jemand, dass die Israelis Juden sind!“ Das ist die ganze Geschichte in einer Nussschale.
  • 18.09.2002
Nimm deinen Hut und verschwinde!
von Uri Avnery
Vor Jahren bat ein französischer Antisemit meinen Freund Issam Sartawi, Yasser Arafats Sonderbotschafter in Paris, um ein Gespräch. Er bot ihm die Hilfe der Antisemiten im Kampf gegen Israel an. Sa rtawi unterbrach ihn: "Herr," sagte er, "nehmen Sie Ihre Papiere und verschwinden Sie!" "Der Bursch e ekelte mich an," meinte er, als er mir davon am nächsten Tag erzählte.
  • 04.04.2004
Passion und Antisemitismus
von Uri Avnery
Ein Brief an Präsident Arafat Lieber Herr Präsident, Shalom! Ich schreibe diese Zeilen, um gegen eine Erklärung zu protestieren, die ich nicht ignorieren kann. Im palästinensischen Wochenblatt, The Jerusalem Times, erschien am 28.März ein kurzer Artikel, in dem berichtet wird, dass Sie sich den kontroversen Film von Mel Gibson „Die Passion Christi“ angesehen hätten. Danach hätte Ihr Berater und vertrauter Assistent Nabil Abu-Rudeina erklärt, dass Sie diesen Film „bewegend und historisch“ gefunden hätten. Abu Rudeina fügte hinzu, dass „die Palästinenser noch täglich dieser Art Schmerzen ausgesetzt seien, die Jesus während seiner Kreuzigung erlitten hatte.“
  • 21.11.2003
Rede zur Verleihung des Lew-Kopelew Preises
von Uri Avnery
Meine Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde, Jedes Mal, wenn ich auf deutschem Boden stehe, frage ich mich: Was und wo wäre ich, wenn es Adolf Hitler nie gegeben hätte? Stünde ich hier mit Sari Nusseibeh? Wäre ich überhaupt ein Israeli?
  • 21.05.2009
In Tel Aviv kommt der Antisemitismus wieder zum Vorschein
von Gideon Levy
Antisemitismus kommt wieder zum Vorschein. Nicht in Warschau, München oder Paris. Und die Anti Defamation Liga muss keinen Alarm schlagen. Es ist nämlich hier bei uns zu Hause im grünen Ramat Aviv, dem fortgeschrittensten Vorort von Tel Aviv. Die Ankunft einer Handvoll ultra-orthodoxer Juden in diesem wunderschönen, bescheidenen und ruhigen Stadtteil hat eine wenig schöne Welle von Rassismus den dünnen Schleier von Offenheit und Großzügigkeit dieser scheinbar linken Gemeinschaft weggerissen.
Artikelaktionen