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Die USA und der Nahostkonflikt

  • 02.04.2010
Der Gang nach Canossa
von Uri Avnery
IM JANUAR 1077 ging König Heinrich IV. nach Canossa. Er überquerte barfuss die schnee- bedeckten Alpen, trug ein härenes Mönchsgewand und erreichte die norditalienische Festung, in der der Stellvertreter Gottes sich verschanzt hatte.
  • 31.01.2010
Das Känguruh
von Uri Avnery
GEORGE MITCHELL kommt mir vor wie ein Känguruh, das mit leerem Beutel herumhüpft. Es hüpft hierhin und dorthin, hüpft nach Jerusalem und hüpft nach Ramallah, Damaskus, Beirut, Amman ( aber Gott bewahre, nicht nach Gaza, weil irgend jemand dies nicht mag). Es hüpft und hüpft, aber holt nichts aus seinem Beutel heraus, weil dieser leer ist. Warum tut er das dann? Schließlich könnte er zu Hause bleiben, Rosen züchten oder mit seinen Enkelkindern spielen.
  • 11.11.2009
Amerika, hör auf, vor Israel zu kriechen!
von Gideon Levy
Barack Obama ist sehr eifrig gewesen, dem jüdischen Volk zum Neujahrsfest, Rosh Hashana die guten Wünsche zu übermitteln und ein schmeichelhaftes Video zur Konferenz des Präsidenten nach Jerusalem zu senden und ein anderes zur Rabin-Gedenkrallye. Nur Sheikh Hassan Nasrallah übertraf ihn …
  • 27.09.2009
Das Drama und die Farce
von Uri Avnery
ES HAT keinen Sinn, zu vertuschen: in der ersten Runde des Wettkampfes zwischen Barack Obama und Binyamin Netanyahu ist Obama geschlagen worden. Obama forderte ein Einfrieren der Siedlungstätigkeit, einschließlich der in Ost-Jerusalem, als Vorbedingung für die Einberufung eines Dreiergipfeltreffens, in dessen Folge beschleunigte Friedensverhandlungen starten sollten, die zum Frieden zwischen zwei Staaten führen sollten – Israel und Palästina.
  • 17.09.2009
Wackelige Stühle
von Uri Avnery
NICHT EINMAL die Römer sahen solch ein Spiel in ihrer Arena: drei Gladiatoren kämpfen gegen einander, während jeder von ihnen sich selbst gleichzeitig gegen Angreifer von hinten wehren muss. Alle drei von ihnen – Barack Obama, Binyamin Netanyahu und Mahmoud Abbas – kämpfen um ihr politisches Überleben. Alle drei Kämpfe sind sehr verschieden – doch hängen sie mit einander zusammen.
  • 04.08.2009
Obama ein ehrlicher Makler?
von John J. Mearsheimer
Präsident Obama möchte ein ehrlicher Makler zwischen Israel und den Palästinensern sein. Nicht weil er anti-Israel ist, sondern weil er glaubt, dass eine faire Politik für Israel und für die Palästinenser gut wäre und nicht zuletzt und am wichtigsten für die USA selbst.
  • 29.07.2009
Ja, du kannst!
von Uri Avnery
ZUNÄCHST ein ehrliches Geständnis: Ich liebte das Shepherd Hotel sehr. In den ersten Jahren nach dem Sechstage-Krieg war ich dort häufig zu Gast. Meine Arbeit in der Knesset verlangte, dass ich wenigstens zwei Nächte pro Woche in Jerusalem blieb, und nach dem Krieg wechselte ich von Hotels in West-Jerusalem zu solchen im östlichen Teil. Mein Lieblingshotel war das Shepherd. Dort fühlte ich mich wie zu Hause.
  • 16.06.2009
Obama wird nicht zurückzwinkern
von Uri Avnery
ERINNERT MAN sich an Dov Weisglass? An denjenigen, der sagte, dass der Frieden warten müsse, bis die Palästinenser Finnen würden? Und der davon redete, dass der Friedensprozess in Formaldehyd gelegt werden solle? Doch von Weisglass wird man weniger in Erinnerung behalten, was sein Mund aussprach, als wie er mit den Augen zwinkerte. Weisglass ist der König des Zwinkerns.
  • 12.06.2009
Der Wendepunkt? Teil 1
von Noam Chomsky
ZUR ENTWICKLUNG IN NAOST. Im Mai trafen sich Obama, Netanjahu und Abbas und nun hielt Obama eine Rede in Kairo. Allgemein wird dies als Wendepunkt in der amerikanischen Nahostpolitik interpretiert.
  • 07.06.2009
Der Ton macht die Musik
von Uri Avnery
EIN MANN sprach zur Welt, und die Welt hörte ihm zu. Er schritt zum Rednerpult in Kairo, allein, ohne Gastgeber und ohne Assistenten. Und er hielt vor einem Auditorium von Milliarden eine Predigt. Ägypter und Amerikaner, Israelis und Palästinenser, Juden und Araber, Sunniten und Schiiten, Kopten und Maroniten - sie alle lauschten ihm aufmerksam.
  • 06.06.2009
Obama und der Nahe Osten
von Noam Chomsky
In einer Schlagzeile auf CNN über die Kairoer Rede am 4. Juni stand vorab: "Obama will die Seele der muslimischen Welt erreichen". Vielleicht war dies wirklich die Absicht, die er hegte. Entscheidender aber ist: Was verbarg sich hinter der Rhetorik, oder genauer gesagt, was wurde weggelassen?
  • 24.05.2009
Ein Freund Israels
von Uri Avnery
Es wird schon deutlich. Der US-Präsident ist ein Freund Israels. Wenn Barack Obama so weitermacht, wie er in dieser Woche begonnen hat, dann könnte es sich erweisen, dass er der freundlichste Präsident Israels ist, den es je hatte. Richard Nixon rettete Israel 1973 vor den arabischen Staaten und Obama ist dabei, Israel vor sich selbst zu retten.
  • 16.03.2009
Vergewaltigung in Washington
von Uri Avnery
ALS ICH von einem kurzen Besuch in London nach Hause zurückkehrte, fand ich das Land im Griff unkontrollierbarer Emotionen. Nein , es ging nicht um die drohende Gefahr einer rechtsradikalen „Machtergreifung“. Es ist jetzt fast sicher, dass die nächste Regierung aus einer gemischten Bande von Siedlern, ausgesprochenen Rassisten und vielleicht sogar kompletten Faschisten bestehen wird. Aber das verursacht keine Aufregung.
  • 15.02.2009
Herausforderung für Mitchell
von Sandy Tolan
Die Ironie des israelisch-plästinensischen „Friedensprozesses“ wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich 1996 durch die West Bank von Hebron nach Jerusalem fuhr. Ich war von der mit Schlaglöchern übersäten Hauptstraße, die durch die palästinensischen Dörfer und Flüchtlingslager führt, abgebogen und fuhr nach Westen nach Kiryat Arba.
  • 03.02.2009
Aussergewöhnlich umfangreiche US-Waffenlieferung nach Israel: Planen die USA und Israel einen breiter angelegten Krieg im Nahen Osten?
von Michel Chossudovsky
Eine sehr umfangreiche US-Waffenlieferung für Israel, bestehend aus 3,000 Tonnen an „Munition”, ist angesetzt, ihren Weg nach Israel zu gehen. Der Umfang und die Art der Lieferung wird als „ungewöhnlich“ beschrieben: „Mehr als 3,000 Tonnen Munition in einer Lieferung zu verschiffen, ist sehr gross.” berichtet ein Makler, der anonym bleiben möchte.
  • 01.10.2008
Eine neue und enthüllende Studie über den Einfluss der Neo-Kons: Wie die US-Nahostpolitik zustande kommt
von Bill Christison und Kathleen Christison
Nicht wenige ehrbare politische Analysten haben seit langem die engen Beziehungen zwischen der Israel –USA Partnerschaft und den verheerenden Abenteuern der Bush-Regierung im ganzen Nahen Osten erkannt – dazu gehört auch die Unterstützung von Israels systematischer Unterdrückung der Palästinenser. Stephen Sniegoski hatte die Ausdauer und Hartnäckigkeit gehabt, Berge von unmöglich infrage zu stellender Beweise ausfindig zu machen, dass während der letzten 8 Jahre diese Israel-US-Verbindung die treibende Kraft hinter all den tatsächlichen Nahost-Entscheidungen war und er den politischen Mut hatte, ein Buch darüber zu schreiben.
  • 02.09.2008
Das lange Schweigen: Amerikanische Juden und die Palästinenser
von Howard Lisnoff
Seit vielen Jahren, ja seit Jahrzehnten habe ich als Jude zu Israels Beziehungen zum palästinensischen Volk und dessen Behandlung durch Israel und in meiner Stellung als amerikanischer Jude geschwiegen. Vor kurzem schaute ich zurück auf Juden, die ich persönlich als Freunde und Bekannte kenne und prüfte, wie ihre Ansichten über die Palästinenser und Israel mich beeinflusst und mein Schweigen vertieft haben.
  • 08.06.2008
Nein, ich kann nicht!
von Uri Avnery
NACH MONATEN eines zähen und bitteren Wettrennens und gnadenlosen Kampfes hat Barak Obama seine beeindruckende Rivalin Hillary Clinton besiegt. Er hat ein unglaubliches Wunder vollbracht : Das erste Mal in der Geschichte wurde ein Schwarzer ein glaubwürdiger Kandidat für die Präsidentschaft des mächtigsten Landes der Welt. Und was tat er als erstes nach diesem erstaunlichen Sieg? Er rannte zur Konferenz der Israel-Lobby, zu AIPAC, und hielt dort eine Rede, die alle Rekorde der Unterwürfigkeit und Liebedienerei brach.
  • 13.01.2008
Esaus Hände
von Uri Avnery
WELCHER DER beiden Männer ist der Führer der größten Weltmacht, und welcher ist der Boss eines kleinen von ihr abhängigen Klientel-Staates? Der Besucher von einem anderen Planeten, der der Pressekonferenz in Jerusalem beigewohnt hätte, könnte leicht zu der Überzeugung kommen: Olmert ist der Präsident der Großmacht und Bush ist sein Vasall.
  • 05.08.2007
Weiße Elefanten
von Uri Avnery
 
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