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Israelisches Militär

  • 30.07.2009
Die israelische Armee hat Angst
von Amira Hass
Etwas in den von "Breaking the Silence" letzte Woche veröffentlichten Zeugenaussagen von Soldaten macht der israelischen Armee Angst. Sonst würden all die Sprecher – offizielle und inoffizielle – sich nicht an solch einer Gewalttour von Kampagne beteiligen, um sie zum Schweigen zu bringen.
  • 19.07.2009
Die Johnny-Prozedur
von Uri Avnery
WIE DER Geist von Hamlets Vater lässt uns der böse Geist des Gaza-Krieges nicht zur Ruhe kommen. In der vergangenen Woche kam er zurück und störte den Frieden der Verantwortlichen des Staates und der Armee. „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“), eine Gruppe mutiger früherer Kampfsoldaten, hat einen Bericht veröffentlicht, der die Zeugenaussagen von 30 Gazakämpfern veröffentlicht. Ein schwer-verdaulicher Bericht über Aktionen, die man als Kriegsverbrechen bezeichnen kann.
  • 16.07.2009
Unsere israelischen Verteidigungskräfte (IDF)
von Gideon Levy
Combat (Kampf) ist das beste, mein Bruder, wie man auf dem berühmt-berüchtigten Aufkleber lesen kann. Es ist eine gute Sache, dass wir Shayetet 13 haben, die beim Morgengrauen operierte oder war es kurz bevor es Nacht wurde? Die mutigen Schiffskommandeure übernahmen mitten auf dem Meer die Kontrolle eines rostigen, klapprigen, unbewaffneten schaukelnden Bootes.
  • 23.03.2009
Die Schrift an der Wand
von Amira Hass
‚Wir kommen, um euch zu vernichten’, ‚Tod den Arabern !’, ‚Kahane hatte recht’, ‚Keine Toleranz, wir kamen, um zu liquidieren’. Dies ist eine Auswahl der Graffitis, die israelische Soldaten an den Wänden palästinensischer Wohnungen, die sie als Biwaks oder Schießstellungen während der Operation ‚Vergossenes Blei’ im Gazastreifen hinterlassen haben. Hier oder dort schrieb ein Soldat eine Zeile eines Spottgedichtes oder ein biblisches Zitat mit ähnlicher Meinung.
  • 26.02.2009
Gaza: Todeslabor
von Conn Hallinan
Eric Fosse, ein norwegischer Kardiologe, arbeitete während des letzten Krieges in Krankenhäusern im Gazastreifen: “Es war, als wären sie auf eine Mine getreten,“ sagte er über einige palästinensische Patienten, die er behandelte. „Aber es gab keine Splitter in den Wunden. Einige hatten ihr Beine verloren. Es sah so aus, als wären sie abgeschnitten. Ich war seit 30 Jahren in Kriegszonen, aber ich habe nie vorher solche Wunden gesehen.“
  • 20.02.2009
Religiöse Gruppen vereinnahmen die israelische Armee
von Jonathan Cook
NAZARETH // Kritischen Stimmen zufolge übernehmen extremistische Rabbiner und ihre Anhänger im Geheimen die israelische Armee. Sie sind entschlossen, einen Heiligen Krieg gegen die Palästinenser zu führen.
  • 21.10.2007
Mohammed al Dura lebt weiter
von Gideon Levy
Das Interesse, das Israel für das Schicksal eines palästinensischen Jungen zeigt, ist bewegend. Welches Theater wird doch um den Mord von Mohammed Al-Dura gemacht. Für das Schicksal der anderen getöteten Kinder interessiert man sich nicht. Nur gerade der kleine Mohammed verfolgt uns weiter. Aber die Frage, wer Al-Dura erschossen hat, ist unwichtig. Einige Exzentriker meinen sogar, dass er lebt. Vielleicht hat er Selbstmord begangen, wie die seltsamen Untersuchungen leicht vermuten lassen.
  • 14.09.2007
Kinder des Krieges
von Gideon Levy
Schon wieder Kinder. Innerhalb von acht Tagen wurden fünf Kinder im Gazastreifen getötet. Die allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Mord kann die Tatsache nicht verschleiern, dass die IDF einen Krieg gegen Kinder führt: über die letzten drei Morde wurde z.B. nur am Rand der Seite 11 in Yedioth Ahronot berichtet – das alleine ist schon unerträglich.
  • 25.08.2007
Totgeschlagen
von Gideon Levy
Das Taxi nach Bethlehem hatte sich verspätet und Jihad Sha'ar wartete weiter an der staubigen Haltestelle in der Nähe seines Dorfes Tekoa. Woran hat er gedacht, dort unter dem glühend heißen Blechdach? Er war unterwegs zur Offenen Universität in Bethlehem, um sich für das kommende Studienjahr einzuschreiben. Sein Vater sagt, er habe sich noch nicht entschieden, was genau er studieren wollte.
  • 19.04.2007
Dorf der Märtyrer
von Gideon Levy
Auf einem von Zypressen markierten viereckigen Platz ruhen die Toten. Hier sind 48 Jahre alte Gräber - Gräber von Qassem Abbas, Awad Jawad, Arif Aqel und vielen unbekannten Soldaten, die hier unter den alten Grabsteinen ruhen. Es ist der Friedhof von gefallenen irakischen Soldaten von 1948. Bis zur Errichtung der palästinensischen Behörde stand hier auch ein alter irakischer Panzer. 1993 beeilten sich die Israelis, ihn wegzuschaffen, damit die Palästinenser nicht den Schrott holen und verwenden.
  • 14.03.2007
Ein erst 12 jähriges Beduinenmädchen
von Gideon Levy
Um 6 Uhr wacht das Hirtenmädchen auf, ißt ein paar Bissen und bereitet die Schafeherde für die Weide vor und geht, begleitet von ihrer Großmutter und ihrer Cousine den Schafen voraus. Nur 2 Stunden von Tel Aviv entfernt - doch eher wie 2000 Jahre von Tel Aviv entfernt - stehen zwei aus alten Gipssäcken aufgebaute Zelte mitten im Nirgendwo, eine Pferdefamilie, ein primitives Schafpferch und ein Wassertank.
  • 06.01.2007
Todesurteil
von Gideon Levy
Was mag jetzt durch den Kopf des Soldaten gehen, der eine durchgeladene Waffe auf einen Jungen gerichtet und ihn erschossen hat? Was mag er gedacht haben, als er auf seinen Kopf zielte? Wird er überhaupt noch an sein Opfer denken? Warum wird überhaupt scharfe Munition gegen Kinder angewandt, selbst wenn sie Steine gegen schwer gepanzerte Militärfahrzeuge werfen? Haben Soldaten keine anderen Mittel zur Strafe?
  • 30.11.2006
Ein Gebet im Paradies
von Gideon Levy
Die Kindergärtnerin liegt blutend auf einer Tragbahre. Der Minibus parkt am Straßenrand. Irgendwo von links schießen Kanonen Granaten ab. Die Kinder liegen alle neben einander auf dem Boden. So beschreibt eines der Kinder den Morgen, als sie zu ihrem Kindergarten nach Beit Lahia fuhren und eine Granate oder Rakete des israelischen Militärs - dieses weigert sich, Genaueres zu sagen - einige Meter davon entfernt explodierte und die Kindergärtnerin vor ihren Augen tödlich traf.
  • 22.10.2006
Italienische Untersuchung: Israel wendet neuen Waffentyp im Gazastreifen an
von Meron Rapaport
Ein Untersuchungsbericht, der letzte Woche im italienischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, lässt die Möglichkeit zu, dass Israel in den vergangenen Monaten im Gazastreifen mit einer neuen Waffe experimentierte, die besonders schwere physische Verletzungen verursacht, wie abgetrennte Gliedmaßen und schwere Verbrennungen. Die Waffe ist ähnlich einer vom USA-Militär entwickelten, die unter dem Namen DIME bekannt ist.
  • 21.10.2006
Für Siedler verboten - aber nicht für den Staat
von Amira Hass
Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) und die Zivilverwaltung taten gut daran, die israelische Öffentlichkeit davon zu informieren, welche Schritte sie unternimmt, damit die Olivenernte ordentlich und sicher verläuft. Die Erntezeit begann letzte Woche. Gut trainierte israelische Ohren konnten schnell die Matrize der gut beschützten Ernte ausmachen: jedes Dorf, das ein Ziel für Siedlerangriffe auf palästinensische Bauern, ihre Obstbaumhaine oder ihre Ernten war.
  • 25.06.2006
Maryams Tragödie
von Gideon Levy
Im Februar des letzten Jahres wurden ihre vier Söhne getötet: Mohammed, 17, Hani, 15; Bassam,14; und Mahmoud,12. Mit ihnen zusammen wurde Maryams Enkel, 9, und zwei andere ihrer Neffen, Jaber, 19, und Mohammed, 16, von einer IDF-Granate getötet, die auf das Erdbeerfeld der Familie in Beit Lahia im Gazastreifen abgeschossen wurde.
  • 20.06.2006
Und nun lebenslang gelähmt
von Gideon Levy
Das Gewirr von Röhren und das Beatmungsgerät, das direkt mit ihrer Luftröhre verbunden ist, können nicht ihre Schönheit verbergen. Ein kleines 3jähriges Mädchen liegt auf der Intensivstation der Kinderklinik im Sheba –Medical-Zentrum. Maria Amans traurige braunen Mandelaugen sind weit offen, ihre Lippen murmeln leise: „Ich möchte etwas essen“, aber alle ihre Glieder sind auf immer gelähmt.
  • 18.05.2006
Donnertage
von Gideon Levy
Ohrenbetäubendes Dröhnen, Granatenbeschuss, Donnerhall. Die Fenster des Hauses erzittern, die Mauern, die schon von früherem Granatbeschuss Risse bekommen haben, drohen von den Explosionen zusammenzufallen, die Kinder schreien vor Angst oder irren geschockt und still im Haus herum. Eine Granate nach der anderen, alle paar Minuten eine neue. Manchmal ist es ein fernes Geräusch und manchmal ein Donnern und ein sehr nahe Dröhnen: Bum!
  • 18.01.2006
Es geht nicht nur um die Olivenbäume
von Amira Hass
Es ist fast etwas Menschliches um die Stümpfe der Olivenbäume, Hunderte und aber Hunderte strecken ihre amputierten Zweige himmelwärts, als ob sie um Hilfe bitten würden. Am letzten Freitag in Tawana in den südlichen Hebroner Bergen: 120 Bäume; in Burin, südlich von Nablus, Anfang der Woche etwa 50 Bäume; weitere etwa 100 Bäume in Burin am 24. Dezember und 140 Bäume noch einmal in Burin am 14. Dezember.
  • 16.01.2006
IDF teilt die Westbank in Kantone und sperrt 800000 Palästinenser ein
von Amira Hass
Seit einem Monat - seit der 2. Woche im Dezember 2005 - trennt das israelische Militär (IDF) den nördlichen Teil der Westbank von den andern Teilen ab und verbietet den Bewohnern nach Ramallah und südlicher zu reisen. Dieses Verbot gilt etwa 800 000 Menschen, Bewohnern der Regionen von Tulkarem, Nablus und Jenin. Bis zum 2. Januar galt das Verbot nur den Bewohnern von Jenin und Tulkarem.
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