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Selbstmordattentate

  • 19.07.2008
Eine binationale Realität
von Akiva Eldar
Wie gut, dass auch diesmal der Terrorist nur ein Einzelgänger war, ein Drogenabhängiger oder nur ein Spinner. So lange wie Jerusalemer Mörder nicht im Auftrag einer Terrorgruppe handeln. „Unkraut“ kann in jedem Garten wachsen. Auch wir hatten einmal einen seltsamen Arzt, der ein Massaker in einer Moschee ausführte; seine Familie errichtete ihm ein Ehrenmal, um den „Heiligen“ zu ehren. Keiner kam auf die Idee, das Haus seiner Familie zu zerstören, aus Gründen der „Abschreckung“ – und dies war gerechtfertigt.
  • 12.06.2006
Das letzte Tabu
von John Pilger
Der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish, ein Gegner jedweder Gewalt gegen Zivilisten und eine beharrliche Stimme für israelisch-palästinensische Koexistenz, schrieb:„Wir müssen verstehen – nicht rechtfertigen - was zu dieser Tragödie führte ... das palästinensische Volk liebt das Leben. Wenn wir ihm Hoffnung geben – eine politische Lösung, dann werden sie aufhören, sich selbst zu töten“. Hier ein paar Zeilen aus seinem Gedicht „Märtyrer“:
  • 09.02.2006
Im Hintergrund steht das Wort Rache
von Amira Hass
Die junge Frau, die in den Eckladen im Jeniner Flüchtlingslager kam, verbarg ihre Feindseligkeit nicht, als ihr gesagt wurde, dass ein israelischer Gast hier sei. Es schien sogar, es falle ihr schwer, im selben Raum mit ihm zu sitzen, als der Kaufmann ihn mit Süßigkeiten und Scherzen unterhielt, während man sich über die Parteien unterhielt, die sich an der Wahl beteiligten. Ohne Umschweife fragte die junge Frau den Gast: „ Was denken Sie also über „Opferoperationen“?“
  • 05.02.2006
Von Rache zu Rache
von Uri Avnery
Wenn jemand verstehen will, was die Palästinenser am Wahltag taten, dann sollte man sich den Film „Paradise- now“ („Paradies jetzt!“) ansehen, der als bester ausländischer Film für einen Oskar nominiert wurde, nachdem er schon einige renommierte Preise erhalten hatte. Dieser Film erklärt besser als eine Million Worte.
  • 07.09.2004
Wie geht es Dir, Gewaltlosigkeit?
von Uri Avnery
Bei der Massenkundgebung mit Arun Gandhi, dem Enkel des Mahatma, in Abu Dis beobachtete ich die Gesichter der Teilnehmenden. Während Gandhi über Gewaltlosigkeit predigte, stellte ich mir ein Gespräch zwischen zwei jungen Palästinensern unter den Zuhörern vor.
  • 06.09.2004
Der Grund des Terror liegt hier
von Gideon Levy
Noch bevor alle Opfer des letzten Anschlags in Beer Sheva identifiziert worden waren, hatten israelische Sicherheitsquellen diejenigen identifiziert, die für den Angriff verantwortlich sind: die Syrer. ... Die automatische Anklage erschien nicht in einem Vakuum . Seit einiger Zeit versuchte der Generalstabschef Moshe Yaalon und mit ihm die ranghohe Ebene des israelischen Militärs, Damaskus die Verantwortung für den Terror in Israel zu geben.
  • 19.07.2004
Wenn es umgekehrt wäre ...
von Gideon Levy
Was würde geschehen, wenn ein palästinensischer Terrorist am Eingang einer Wohnung in Israel eine Bombe explodieren ließe und so den Tod eines alten Mannes im Rollstuhl verursachen würde, der später unter den Trümmern des Hauses gefunden wird. Das Land wäre zu tiefst geschockt. Jeder würde über die scheußliche Grausamkeit des Aktes reden und über den, der ihn ausgeführt hat.
  • 12.10.2003
Dem Besatzer die Besatzung erklären
von Amira Hass
Wie kann so eine kleine palästinensische Organisation wie der Islamische Dschihad soviele lebende Bomben hervorbringen - Selbstmordbomber, die sich Babies im Kinderwagen und deren Großeltern als Ziel aussuchen? Und wie kann eine Organisation, die einst erklärte, nur Soldaten anzugreifen, ihre jüngste lebende Selbstmordbombe in eine gemischt jüdisch-arabische Stadt senden, um Tod und Leid in einem Restaurant zu säen, dessen Besitzer, dessen Angestellten und Kunden sowohl Juden als auch Araber sind, Junge und Alte?
  • 31.08.2003
Raketenangriffe und Selbstmordbomber
von Mitchell Plitnick
In den Schlagzeilen von heute ist zu lesen, dass Hamas und Islamischer Dschihad den temporären Waffenstillstand mit Israel für beendet erklären, nachdem Israel in Gaza-Stadt angegriffen und ein führendes Mitglied der Hamas ermordet hat. Die Schlagzeilen teilen uns mit, dies sei die gewaltsame Reaktion Israels auf den Selbstmordbombenanschlag in Jerusalem von letzter Woche. Aus diesem Grund ermorde es Führer von Hamas und Islamischem Dschihad - aber auch zahllose Passanten wurden getötet oder verletzt.
  • 18.05.2003
Die Zähne der Kinder
von Uri Avnery
Eines der progressivsten jüdischen Prinzipien des Alten Testamentes kommt nun auf den Prüfstein: "In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden, sondern ein jeder wird um seiner Schuld willen sterben, und wer saure Trauben gegessen hat, dem sollen seine Zähne stumpf werden." (Jeremia 31, 29)
  • 11.01.2003
Die Selbstmordanschläge von Tel Aviv u. die Problematik ausländischer Arbeitskräfte
von Jaggi Singh
Ost-Jerusalem. Bericht vom 6. Jan. 2003 für ‘Niemand ist illegal’ (‘No One is Illegal’): Der doppelte Selbstmordanschlag am Zentralbusbahnhof von Tel Aviv gestern Abend hat überall auf der Welt Schlagzeilen gemacht. Resultat des Anschlags: mindestens 23 Tote u. über 100 Verletzte, viele davon sehr schwer. Die - vorhersehbare - israelische Reaktion: eine weitere Verschärfung der Militärokkupation gegenüber den Palästinensern, also noch mehr Einschränkung von Bewegungsfreiheit, noch mehr Ausgangssperren, noch mehr Checkpoints, noch mehr demütigende Durchsuchungen, noch mehr Militäroperationen sowie die Schließung von mindestens drei Universitäten (u.a. Al-Najah-Universität Nablus).
  • 01.07.2002
Unser kleines Mädchen wurde durch einen Selbstmordattentäter getötet...
von Alexandra Williams
Jerusalem. Ein großer, roter „Befreit Palästina“-Sticker prangt gut sichtbar an der vorderen Haustür der Elhanan-Familie. Aber das hier ist keineswegs ein palästinensisches Gebäude in den „Besetzten Gebieten“. Nein, bemerkenswerterweise steht dieses Haus in einem wohlhabenden Viertel Jerusalems u. gehört einem Ehepaar, dessen 14jährige Tochter Smadar durch einen palästinensischen Selbstmordbomber getötet wurde. Aber anstatt an Rache zu denken u. zu hassen, kämpfen Nurit Elhanan u. ihr Mann Rami - beide 52 - für den Frieden.
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