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Krieg in Gaza (2009)

  • 11.03.2010
Systematische Tötung
von Ilan Pappe
Am 15. September 2009 veröffentlichte die »Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für den Gaza-Konflikt« einen umfangreichen Bericht über den Gaza-Krieg 2008/2009. Der unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfaßte Report dokumentiert zahlreiche Kriegsverbrechen gegen Zivilisten, die die israelische Armee während der »Operation Gegossenes Blei« begangen hatte.
  • 04.10.2009
Alles ist persönlich – Israel und der Goldstone-Bericht
von Gideon Levy
Israel sollte dem Richter Goldstone und seiner Kommission für den wichtigen Bericht danken. Nachdem man ihn sinnlos und automatisch schlecht gemacht hat, wird es Israel auf einmal klar, dass es das, was bei der Operation Cast Lead im Gazastreifen geschehen ist, endlich untersuchen sollte. Warum? Was ist passiert? Unter den Füßen einer Reihe israelischer Staatsmänner und Offiziere wird der Boden immer heißer.
  • 29.09.2009
Der Goldstone-Bericht und der nationale Chor
von Yitzhak Laor
Falls jemand geglaubt hat, unsere Politiker und Moderatoren streiten mit ihrem schlechten Geschmack nur dann über den Titel, wenn die Witwe eines Piloten über ihren Pilotensohn trauert, der sollte sie auch in dem Gerangel hören, wenn sie wie Solisten in einer schlechten Oper singen, die man: „Goldstone - der Widerling“ nennen könnte.
  • 26.09.2009
Eines, was schlimmer wäre, als den Gazabericht zu dementieren
von Amira Hass
Am Freitag rief ein IDF-Soldat dazu auf, gegen eine Veröffentlichung einer anderen Geschichte in Haaretz zu protestieren, die nach ihm nicht nur das Image der Soldaten beschädigt habe , sondern auch seinen Sabbat. Der Soldat sprach von dem Bericht der Gazabewohnerin Zinat Samouni, wie Soldaten ihren 46jährigen Mann und ihren 4jährigen Sohn Ahmed getötet haben – nur zwei von den 29 Mitgliedern der selben Familie, die die Armee zwischen dem 4. und 5. Januar getötet hat.
  • 25.09.2009
Schandfleck in Den Haag
von Gideon Levy
Auf jeder Kugel ist ein Name und für jedes Verbrechen ist jemand verantwortlich. Der Deckmantel, den sich Israel seit der Operation „Geschmolzenes Blei“ umgelegt hat, ist ein für alle Mal heruntergerissen worden, und es muss sich nun allen schwierigen Fragen stellen. Die Frage ist überflüssig geworden, ob im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen wurden, weil maßgebliche und klare Antworten schon gegeben worden sind.
  • 24.09.2009
Goldstone-Report zu Gaza
von Amy Goodman und Norman G. Finkelstein
DemocracyNow im Interview mit Norman Finkelstein zum aktuellen Ermittlungsbericht der UNO zu Gaza.
  • 23.09.2009
UM-Schmum, UM-Bumm
von Uri Avnery
HAT IHRE Bösartigkeit denn keine Grenzen, diese niederträchtigen Antisemiten! Nun haben sie sich entschlossen, die Juden mit einer weiteren Blutschuld zu bezichtigen. Nicht wie in der Vergangenheit mit der alten Verunglimpfung, dass sie christliche Kinder schlachten, um angeblich deren Blut für das Backen der Pessachmatzen zu verwenden, wie in der Vergangenheit, sondern in dem Abschlachten von Frauen und Kindern im Gazastreifen.
  • 29.08.2009
Gazaner wurden während der Operation in einer großen Grube festgehalten
von Amira Hass
Vierzig Palästinenser vom Gazastreifen wurden während der Operation Cast Lead zu Beginn dieses Jahres verhaftet, und 21 sind noch immer im Gefängnis. Das ist eine sehr kleine Zahl verglichen mit den vielen Hunderten, die die IDF verhaftet hat und verglichen mit den Hunderten, die zum Verhör in die verschiedenen Haftzentren in Israel gebracht wurden, bevor sie entlassen wurden.
  • 21.04.2009
Der Gazakrieg – Mord vom Himmel
von Shmuel Amir
Nach Beginn des Angriffes auf den Gazastreifen nahm Ehud Barak die Pose von Julius Caesar ein, der beim Überschreiten des Rubikon verkündigte: „Der Würfel ist gefallen’ und dann erklärte, nun hat der Kampf begonnen. Er lässt die Frage offen: ‚Welcher Kampf genau?’ Wie wir alle wissen, müssen es zwei Seiten sein, um mit einander kämpfen zu können; aber hier im Gazastreifen gibt es da zwei Seiten, wenn Gaza aus der Luft bombardiert wird?
  • 23.03.2009
Die Schrift an der Wand
von Amira Hass
‚Wir kommen, um euch zu vernichten’, ‚Tod den Arabern !’, ‚Kahane hatte recht’, ‚Keine Toleranz, wir kamen, um zu liquidieren’. Dies ist eine Auswahl der Graffitis, die israelische Soldaten an den Wänden palästinensischer Wohnungen, die sie als Biwaks oder Schießstellungen während der Operation ‚Vergossenes Blei’ im Gazastreifen hinterlassen haben. Hier oder dort schrieb ein Soldat eine Zeile eines Spottgedichtes oder ein biblisches Zitat mit ähnlicher Meinung.
  • 11.03.2009
Tagebuch: Leben in Gaza – jede Familie hat eine Geschichte
von Eva Bartlett
Es gibt viele Geschichten. Jeder Bericht – jeder Ermordete, jede verletzte Person, jedes ausgebrannte oder zerstörte Haus, jedes zerbrochene Fenster, jede verwüstete Küche, jede zerrissene Kleidung, jedes auf den Kopf gestellte Schlafzimmer, jede von Kugeln oder Granaten durchlöcherte Wand, jedes israelische beleidigende Graffiti an der Wand – alles ist wichtig.
  • 25.02.2009
Israel begeht in Gaza einen Völkermord
von Norman G. Finkelstein
Brüssel, Nach Finkelstein begeht Israel – ein Staat auf der Asche des Holocaust aufgebaut – jetzt einen Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen. In einem Telefon-Interview mit Tosay’ Zaman ( türk. Zeitung), sagte Finkelstein, Israel wäre ein ‚Terroristenstaat’, der durch die ethnische Säuberung Palästinas 1948 geschaffen wurde.
  • 24.02.2009
Die PLO: Warum eine Alternative und warum die Panik?
von Ramzy Baroud
Als Hamasführer Khaled Mashaal am 28. Januar vor einer jubelnden Menge in Doha, Katar erklärte, man brauche eine neue Führung, lösten seine Worte sowohl bei der Führung der in der West Bank sitzenden palästinensischen Autonomiebehörde PA als auch unter den alten palästinensischen Führungspersönlichkeiten in den verschiedenen arabischen Hauptstädten Panik aus.
  • 18.02.2009
Frau Tantalus
von Uri Avnery
TANTALUS wird aus nicht ganz klaren Gründen von den Göttern bestraft. Er ist hungrig und durstig, aber das Wasser, in dem er steht, weicht zurück, wenn er sich niederbeugt, um zu trinken, und die Frucht über seinem Kopf weicht ständig seiner Hand aus. Zipi Livni ist jetzt ähnlichen Qualen ausgesetzt. Nachdem sie bei den Wahlen einen beeindruckenden persönlichen Sieg errungen hat, weicht die politische Frucht beiseite, wenn sie nur ihre Hand danach ausstreckt.
  • 17.02.2009
Kein Platz wie daheim
von Amira Hass
Gazastreifen: innerhalb Sekunden verlor A’amer al-Dayeh seine Eltern, zwei Schwestern, drei Schwägerinnen, drei Brüder und 12 seiner Kinder. Der Jüngste , Sansabeel war drei Monate alt. Der älteste Ali war 11. Es geschah am 6. Januar, als ein israelisches Flugzeug Dayehs Haus zwischen 5 Uhr 30 und 6 Uhr bombardierte.
  • 15.02.2009
Herausforderung für Mitchell
von Sandy Tolan
Die Ironie des israelisch-plästinensischen „Friedensprozesses“ wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich 1996 durch die West Bank von Hebron nach Jerusalem fuhr. Ich war von der mit Schlaglöchern übersäten Hauptstraße, die durch die palästinensischen Dörfer und Flüchtlingslager führt, abgebogen und fuhr nach Westen nach Kiryat Arba.
  • 07.02.2009
Gaza 2009 (Teil 3)
von Noam Chomsky
Der Zeitpunkt der Invasion war wahrscheinlich mit Rücksicht auf die bevorstehenden israelischen Wahlen gewählt. Wie der israelische Kommentator Ran HaCohen vorrechnete, gewann Ehud Barak, der in den Meinungsumfragen weit zurückgelegen hatte, in den ersten Tagen des Mordens pro 40 getöteter Araber einen Parlamentssitz hinzu.
  • 04.02.2009
Israel und Gaza - Realität und Rhetorik
von Avi Shlaim
Der einzige Weg, um in Israels sinnlosem Krieg in Gaza einen Sinn zu finden, führt über ein Verständnis der historischen Zusammenhänge. Die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 war mit enormen Ungerechtigkeiten für die Palästinenser verbunden. Englische Politiker waren sich seinerzeit des großen Unrechts bewusst, das den Palästinensern durch die einseitige Unterstützung der Amerikaner für die Israelis angetan wurde.
  • 02.02.2009
Verwendet(e) Israel illegale Waffen bei seiner Gaza-Offensive?
von Amira Hass
Die Erde bebte unter unsern Füßen, Wolken von erstickendem Rauch, Explosionen wie bei einem Feuerwerk, Bomben, die in alles verbrennende Flammen zerbarsten und nicht mit Wasser zu löschen sind, Wolken wie Pilze aus rosa Rauch, Gas, das einem die Luft wegnimmt, scheußliche Verbrennungen auf der Haut, ungewöhnlich verstümmelte lebende und tote Körper.
  • 30.01.2009
Gaza 2009 (Teil 2)
von Noam Chomsky
In der jetzigen Situation wäre es wenig hilfreich, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass die amerikanisch-israelische Ablehnungspolitik (Rejektionismus) - welche einer friedlichen Lösung, die von der Welt seit langem angestrebt wird, im Wege steht -, ein solch extremes Ausmaß angenommen hat, dass den Palästinensern sogar das abstrakte Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird.
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