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US- Gesellschaft

  • 06.12.2008
Obama, Rahm-bo und das Ende des Neuen Amerikanischen Jahrhunderts - Obamas Wähler wieder reingelegt?
von Paul Craig Roberts
Wenn die Veränderung, die der gewählte Präsident Obama versprochen hat, ein Ende der Aggressionskriege und ein Ende der Ausbeutung der Steuerzahler durch mächtige Finanzinteressen einschließt, womit ist dann die Auswahl von Obamas außen- und wirtschaftspolitischen Beratern zu erklären? In Wahrheit ist die Auswahl von Rahm Israel Emanuel als Chef des Stabes des Weissen Hauses ein Zeichen dafür, dass die Veränderung mit der Wahl von Obama beendet ist. Das einzig Neue an der Administration werden die Gesichter sein.
  • 15.11.2008
Obama, bitte, tu mir einen Gefallen
von Edna Canetti
Obama, mein Lieber, man sagt hier, dass du die Welt verändern willst. Tu mir einen Gefallen: komm und verändere mein persönliches Leben. Komm nach Israel, packe seine dumme Führerschaft an der Gurgel und nimm seinen Fuß vom Nacken eines anderen Volkes. Komm und zwinge uns, das zu tun, was klar ist und geschrieben und angebracht und notwendig – kommt und hol uns aus den besetzten Gebieten heraus, wenn nötig, tu es mit einem Lächeln, das die Millionen Dollar Zähne zeigt. Wenn nötig fletsche deine Zähne und zwinge uns, dies zu tun.
  • 14.11.2008
Amerika neu verpacken
von Gideon Levy
Dies ist der Augenblick, in dem die Gefühle zu Wort kommen dürfen und bei dem der Zynismus zu schweigen hat. Es ist die Zeit, in der man alle anti-amerikanischen Gefühle, die sich unter uns und in aller Welt während der letzten 10 Jahre breit gemacht hatten, für einen Augenblick lang fallen lassen kann. Einen Moment, bevor die USA selbst zur Achse des Bösen wurden – es war schon sehr nahe dran – einen Moment bevor sie eine verhasste und geächtete Macht wurde bewies das amerikanische Volk am Dienstag der ganzen Welt, dass es noch ein anderes Amerika gibt.
  • 09.11.2008
Ja, Du kannst es!
von Uri Avnery
IM JULI 2004 stand der Parteitag der Demokratischen Partei an, auf dem John Kerry zum nächsten Präsidentschaftskandidaten gekürt werden sollte. Das Organisationskomitee musste entscheiden, wer die Schlüsselrede halten sollte. Nach der amerikanischen Tradition gibt diese Rede den Grundton für den gesamten Parteitag an. „Vielleicht sollten wir dieses Mal einen schwarzen Redner haben?“ fragte jemand. „Eine gute Idee,“ antwortete der Vorsitzende. „Aber wen?“
  • 04.11.2008
Unser Obama
von Uri Avnery
IN DREI TAGEN, so scheint es, wird das Unglaubliche geschehen: Im wichtigsten "weißen" Staat der Welt wird ein schwarzer Präsident gewählt werden. 143 Jahre nach dem Mord an Abraham Lincoln, der die Sklaven befreite, und 40 Jahre nach dem Mord an Martin Luther King, der den Traum träumte (I have a dream…“) wird eine schwarze Familie ins Weiße Haus einziehen.
  • 26.10.2008
König des Planeten
von Uri Avnery
DER PRÄSIDENT der Vereinigten Staaten von Amerika ist der König dieses Planeten. Ich lebe auf diesem Planeten. Deshalb geht mich die Wahl des Präsidenten etwas an. Sogar sehr viel.
  • 11.08.2008
Ein Ritter auf grauem Pferd
von Uri Avnery
OH DU MEINE GÜTE, was ist mit dem Ritter auf dem weißen Pferd geschehen? In der vergangenen Woche waren Barack Obamas Bewunderer geschockt. Bis jetzt hatte man geglaubt, dass die großen Summen Geldes, die in die Schatulle seiner Wahlkampagne fließen, von anonymen Bürgern stammen, die darum gebeten worden waren, ihm 100 oder 200 Dollarschecks zu schicken.
  • 05.08.2008
Obama ist ein neuer Akteur auf derselben alten Bühne
von Robert Fisk
Falls Obama gewählt wird, muss er sich in der Nahost-Tragödie auf eine Seite stellen. Als Obama seine theatralische Reise durch den Nahen/Mittleren Osten unternahm, war ich im Studio von Al Dschasiera. (Der Satellitensender mit Sitz in Katar war in Colin Powells Augen so demokratisch, dass Bush ihn (später) bombardieren wollte.) Als wir auf Sendung waren, sprach ich von einem "Theater". Der Redakteur versuchte verzweifelt, aus dem ganzen lächerlichen Tanz eine gewisse Hoffnung für die Araber zu filtern.
  • 01.08.2008
Willkommen im geteilten Jerusalem
von Akiva Eldar
Es ist nicht sicher, ob Ghassan Abu-Tir aus UmmTuba in Ostjerusalem seinen Angriff zeitlich abgestimmt hat auf den kurzen Besuch mit dem mutmaßlichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama in Israels Hauptstadt. Genau so wenig weiß man, ob der Terrorist auf dem Bulldozer bewusst nur wenige Meter von Jerusalems Freiheitsglocke, die dem großen Park den Namen gab, seinen Angriff ausführte – übrigens hat man von dort einen guten Blick auf die Altstadt und die Trennungsmauer. Auf jeden Fall macht dieser Angriff Obama den tiefen Riss deutlich, der sein überzogenes Statement vom angeblich vereinten Jerusalem und der traurigen Realität trennt, die in einer geteilten Stadt besteht.
  • 15.07.2008
Obama und die progressive Basis
von Norman Solomon
2007 erschien eine recht vernünftige, ausgewogene Biografie über Barack Obama ('From Promise to Power', Anmerkung d. Übersetzerin). Darin wird Obama als "außergewöhnlich begabter Politiker" beschrieben, der "es in seinem Leben stets geschafft hat, dass Menschen mit sehr unterschiedlicher Haltung in ihm sehen, was sie zu sehen wünschen", so der Autor der Biografie, David Mendell. "Je höher seine Ziele wurden, desto mehr griff dieser Politiker zu abgenutzten Platituden und bot ein warmes Wohlfühl-Gefühl, dem das präzise Rahmenwerk fehlte".
  • 09.07.2008
Offener Brief an Barack Obama zum Thema Iran
von Michael Albert
Dear Senator Obama, wir, die Unterzeichnenden, sind hinsichtlich der amerikanischen Außenpolitik gegenüber Iran vielleicht nicht immer einer Meinung. Wir alle teilen jedoch die tiefe Besorgnis über die Presseberichte der letzten Wochen. Diese legen nahe, dass die Bush-Administration einen Militärschlag gegen den Iran in Erwägung zieht oder Israel grünes Licht für einen solchen Angriff gibt. Vielleicht sind auch andere Kriegsakte geplant, wie beispielsweise eine Blockade gegen den Iran.
  • 09.07.2008
Obamas Chicago-Jungs
von Naomi Klein
Nach Hillary Clintons Rückzug wartete Barack Obama gerade mal drei Tage, bevor er auf CNBC erklärte: "Schauen Sie, ich bin ein Mann für Wachstum und den freien Markt. Ich liebe den Markt". Um zu demonstrieren, dass er keine Witze machte, ernannte er den 37jährigen Jason Furman zum Kopf seines wirtschaftspolitischen Teams. Furman ist einer der prominentesten Verteidiger von Wal-Mart. Er preist den Konzern als "progressive Erfolgsstory".
  • 08.07.2008
Satans Ratschlag
von Uri Avnery
ES WAR EIN beiläufiges Gespräch; aber es hat sich meinem Gedächtnis eingeprägt. Es war kurz nach dem Sechs-Tage-Krieg. Ich war gerade aus dem Plenarsaal der Knesset herausgekommen, nachdem ich dort in einer Rede zur sofortigen Errichtung eines palästinensischen Staates aufgerufen hatte.
  • 08.06.2008
Nein, ich kann nicht!
von Uri Avnery
NACH MONATEN eines zähen und bitteren Wettrennens und gnadenlosen Kampfes hat Barak Obama seine beeindruckende Rivalin Hillary Clinton besiegt. Er hat ein unglaubliches Wunder vollbracht : Das erste Mal in der Geschichte wurde ein Schwarzer ein glaubwürdiger Kandidat für die Präsidentschaft des mächtigsten Landes der Welt. Und was tat er als erstes nach diesem erstaunlichen Sieg? Er rannte zur Konferenz der Israel-Lobby, zu AIPAC, und hielt dort eine Rede, die alle Rekorde der Unterwürfigkeit und Liebedienerei brach.
  • 25.03.2008
Die beiden Amerikas
von Uri Avnery
„DER KRIEG ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als dass man ihn dem Militär überlassen sollte,“ so in Talleyrands unvergesslichen Worten. Im selben Geiste könnte man sagen: die amerikanischen Präsidentschaftswahlen sind eine viel zu ernste Angelegenheit, um sie den Amerikanern zu überlassen.
  • 16.02.2008
Obama nicht zu stoppen
von Barbara Ehrenreich
Wann haben Sie angefangen, zu glauben, dass Obama nicht zu stoppen ist? Vielleicht, als ihre erwachsene, feministische Tochter untröstlich über dessen Niederlage in New Hampshire weinte? Oder nach seinem Triumph in Virginia - einem Staat, der noch heute zugemüllt ist mit Denkmälern und Erinnerungsstätten der Konföderierten? Bei mir fiel der Groschen am Supertuesday-Abend, als auf C-SPAN-Radio hintereinander zwei Republikaner aus Virginia anriefen und sagten, sie hätten für Ron Paul gestimmt, aber in den Präsidentschaftswahlen würden sie ... für Obama stimmen.
  • 25.10.2007
Prosit, Faschismus-Woche
von Barbara Ehrenreich
Ich war noch nie fähig, den Kindern zu erklären, was Halloween eigentlich soll - diese seltsame Mischung aus Kürbis, Süßigkeiten und Tod. Aber Halloween ist ein leckeres Stück Kürbiskuchen im Vergleich zu der islamo-faschistischen Awareness-Woche, die heute startet. Diese spezielle Woche wird von dem konservativen Guru David Horowitz organisiert. Es ist eine wahre Hexenjagd gegen Dschihadisten - im Stile Dick Cheneys - gemischt mit altmodischem Antifeminismus und einem ranzigen Schuss Antisemitismus.
  • 02.09.2007
Eine andere Ansicht zur Aufhebung der Rassentrennung an Schulen
von Ed Whitfield
Die anfänglichen Reaktionen in den meisten liberalen Kreisen auf die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu sogenannten „freiwilligen Plänen zur Aufhebung der Rassentrennung“ überrascht mich nicht. Die vorherrschende Ansicht ist, dass es sich um einen weiteren Schlag gegen den Fortschritt handelt, ausgeteilt von einem reaktionären Gerichtshof. Nicht viel hören wird man hingegen von der Reaktion von schwarzen Graswurzelgemeinschaften, schwarzen Jugendlichen oder von älteren Schwarzen, deren Schulzeit vor der Zeit lag, in der es mit der erzwungenen Schulbusbeförderung („forced busing“) und umfassenden, gerichtlich verfügten Integrationsplänen an staatlichen Schulen begann.
  • 07.02.2006
Martin Luther Kings Vermächtnis erstickt unter den freundlichen Worten
von Norman Solomon
Wenige Stunden nach Coretta Scott Kings Tod hielt Präsident Bush seine State of the Union Address (Rede zum Zustand der Nation). Er begann, indem er Coretta Scott King als eine "geliebte, elegante und mutige Frau" pries, "die Amerika wieder an seine Gründerideale gemahnt und einen noblen Traum weitergeführt hat". Weil es sich so gehört, erwähnte Bush zum Schluss seiner Rede ehrerbietig den Namen ihres Ehemannes, Martin Luther King Jr., der den Märtyrertod starb.
  • 05.11.2005
Wer war Rosa Parks wirklich?
von Paul Loeb
Wie stellen wir unsere Helden dar? Daraus lässt sich so Einiges lernen. Vor ein paar Jahren wurde ich am „Martin Luther King Day“ von CNN interviewt - gemeinsam mit Rosa Parks. Sie war uns aus Los Angeles live per Telefon zugeschaltet. Der TV-Host sagte: “Es ist uns eine Ehre, Sie bei uns zu haben. Rosa Parks - das ist die Frau, die nicht in den hinteren Teil des Busses steigen wollte. Sie wollte nicht aufstehen und ihren Sitzplatz im Weißenbereich einer weißen Person überlassen. Dies hat den Busboykott von Montgomery ausgelöst, der ein Jahr lang dauerte und Rosa Parks den Titel „Mutter der Bürgerrechtsbewegung“ eintrug“.

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