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Präsidentschaftswahlen USA 2004

  • 19.12.2004
Kerry und das Geschenk der Straffreiheit
von Naomi Klein
Ikonen inspirieren Liebe und Hass, und so ist es auch mit der Fotografie von James Blake, dem 20-jährigen Marine-Soldaten aus den Appalachen, der von Kriegsbefürwortern „das Gesicht Falludschas“ und von fast jedem anderen „der Malboro-Mann“ getauft wurde. In über 100 Zeitungen abgedruckt zeigte das Foto aus der Los Angeles Times Miller „nach mehr als zwölf Stunden fast pausenlosen tödlichen Kampfes“ in Falludscha, sein Gesicht mit Kriegsbemalung, eine blutige Schramme auf der Nase und eine gerade angezündete Zigarette auf seinen Lippen hängend.
  • 03.11.2004
Der Morgen danach
von Justin Podur
Das letzte Mal, als ich mir an meinen Nägeln kauend die Nacht um die Ohren geschlagen und eine Wahl angeschaut habe, war ich zur Beobachtung des Referendums in Venezuela. Wie die US-Wahlen vom zweiten November war das Ergebnis nicht nur für die Leute wichtig, die abstimmten, sondern für die ganze Welt. Es gab jedoch einige Unterschiede. In Venezuela waren die Abstimmmaschinen in jedem Wahllokal dieselben.
  • 03.11.2004
Warum Kerry verloren hat
von Doug Ireland
John Kerry hat die Wahl definitiv mit gut dreieinhalb Millionen Minderstimmen verloren. Das nimmt einem juristischen Kampf um Ohio mit allen Mitteln die moralische Kraft (und ich bezweifle, dass es am Ende einen geben wird). Kerry führte eine taktische Kampagne ohne alle Vision oder klar dargelegte Alternativen, der es völlig an einer einheitlichen Botschaft mangelte und die mit Fehlurteilen gespickt war – es war eine der am inkompetentesten geführten Präsidentschaftswahlkampagnen der Demokraten, die ich in meinem Leben erlebt habe.
  • 05.09.2004
Demonstranten 'begrüßen' Auftakt des GOP*-Parteitags mit Marsch der Armen
von Korrespondenten des NewStandard
New York City, 31. August. Heute war der erste Tag des Republikaner-Parteitags in Madison Square Garden/New York City, und noch immer sieht man Gegner der Bush-Administration bzw. der republikanischen Agenda inden Straßen marschieren.Thema der beiden großen Demonstrationen des heutigen Tags: Armut, Hunger,Obdachlosigkeit und, so die Organisatoren, das Versagen der Politiker hinsichtlich des (Überlebens-)Kampfs der Wehrlosesten Amerikas. Derzweite Marsch war nicht gesetzlich angemeldet und endete mit der Verhaftungmehrerer Leute. Die Umstände sind unklar.
  • 04.09.2004
Auf dem Republikanischen Parteitag wird so getan, als sei man nicht in 9/11 verliebt
von Paul Street
Soviele Lügen wie Republikaner. Es ist wirklich nicht leicht, mit den Täuschungsversuchen Bushs, Roves (Bushs Wahlkampfmanager - Anmerkung d. Übersetzerin), Cheneys und KonsortenSchritt zu halten. Die falschen Behauptungen der Republikanerwürden ein ganzes Buch füllen.Der linksliberale Journalist David Corn hat 2003 genau das getan - eineMonographie geschrieben, die sich auf den Oberlügner konzentriert: „The Lies of George W. Bush: Mastering the Art of Political Deception“*.Zu den vielen Bush-Statements der Irreführung, die Corn derkritischen Beurteilung anheimstellt, zählen folgende:
  • 25.03.2004
Chomsky-Interview
von Noam Chomsky und Matthew Tempest
Vielfach wird auf die Todesbilanz der Amerikaner fokussiert. Ich persönlich halte das zum Teil für propagandistische Übertreibung. Umfragen zeigen immer wieder, die Amerikaner sind durchaus bereit, eine hohe Zahl von Toten in Kauf zu nehmen – sie mögen es nicht, aber sie sind bereit, es zu akzeptieren -, falls sie glauben, es geht um eine gerechte Sache. Das sogenannte Vietnam-Syndrom hat nie existiert: Es war hauptsächlich ein Konstrukt.
  • 24.01.2004
Die Avocado Declaration
von Peter Miguel Camejo
Die Grüne Partei steht an einem Scheideweg. Die Wahlen 2004 stellen uns vor eine klare und unvermeidbare Entscheidung. Einerseits können wir den Weg der politischen Unabhängigkeit weitergehen, und eine Partei aufbauen, die von den Leuten geführt wird und für die Leute da ist, indem wir unseren eigenen Kandidaten für die Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten aufstellen. Die andere Möglichkeit ist der altbekannte Weg der Politik des kleineren Übels: wir opfern unsere eigene Stimme und Unabhängigkeit, um zu unterstützen, wen auch immer die Demokraten nominieren, um, wie man uns versichert, Bush zu besiegen.
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