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  • 28.09.2011
Abu Mazens Glücksspiel
von Uri Avnery
EINE WUNDERBARE REDE. Eine schöne Rede. Die Sprache geschliffen und elegant. Die Argumente klar und überzeugend. Der Vortrag tadellos. Ein Kunstwerk. Die Kunst der Heuchelei. Fast jedes Statement in der Passage, in der die israelisch-palästinensischen Probleme angesprochen wurden, war eine Lüge. Eine offensichtliche Lüge, weil der Redner wusste, dass es eine Lüge war – und auch die Zuhörer wussten dies.
  • 26.09.2011
Laudatio zu Ehren von Hollman Morris (Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis 2011)
von Flor Alba Romero
Durch seine Arbeit übt er nicht nur sein Recht auf freie Meinungsäußerung aus, sondern sucht auch durch Bilder und Aussagen die Rechte der indigenen Bevölkerung, der Afrokolumbianer, der Bauern und der Arbeiter zu verteidigen und für ihre Probleme ein Bewusstsein zu schaffen. Seine herausragende Arbeit sorgt mithilfe von Bildern für Klarheit, was ihm nicht nur zahlreiche Auszeichnungen eingebracht, sondern auch dem kolumbianischen Rechtssystem als Beweismaterial gedient hat.
  • 20.09.2011
Die Dämonisierung von Gaddafis Libyen
von Diana Johnstone
Die derzeit aktuelle Ideologie zur Rechtfertigung des aggressiven Angriffskriegs basiert auf einer dogmatischen Gegensätzlichkeit von Demokratie und Diktatoren. Die Kriegstreiberpartei im Westen hat das Zentrum von internationalem Recht und Ordnung von den Vereinten Nationen verschoben auf einen exklusiveren Klub von „Demokratien,“ welche allein die entsprechende „Legitimität“ besitzen.
  • 20.09.2011
Das Zeitalter der Flugzeugträger geht zu Ende
von Eric Margolis
Die mächtige Marine der Vereinigten Staaten von Amerika würde das nie öffentlich zugeben, aber sie macht sich zunehmend Sorgen über Chinas Entwicklung von neuen Anti-Schiffs-Raketen. An erster Stelle steht die chinesische neue DF-21D, deren vorrangiges Ziel die riesigen amerikanischen Flugzeugträger sind.
  • 19.09.2011
Traurig und glücklich
von Uri Avnery
„WIRD DIES der glücklichste Tag in Ihrem Leben sein?” fragte mich ein lokaler Interviewer in bezug auf die bald kommende Anerkennung des Staates Palästina durch die UN.
  • 05.09.2011
Von Jenins Freedom-Theater ins Gefängnis
von Amira Hass
Die Produktion von Samuel Beckets „Warten auf Godot“ durch das Freedom Theater in Jenin hat neue Besetzungsleiter: den Shin Bet-Sicherheitsdienst und die israelische Armee. Sie entscheiden im Augenblick, ob Pozzo, Herr des Sklaven Lucky, vom 20Jährigen Rami Hwayel aus dem Flüchtlingslager Jenin gespielt werden wird.
  • 05.09.2011
Die Macht des Großen Geldes brechen!
von Eric Margolis
Meine Eltern, die die Zeit der Depression in den 1930ern erlebt haben, lehrten mich zwei Grundsätze: kauf nichts, ehe du es mit deinem Ersparten bezahlen kannst; und spare immer einen beträchtlichen Teil deines Einkommens.
  • 29.08.2011
Ein Schmarotzer an der Welt
von Paul Craig Roberts
Wenn die Beschreibung, die der russische Premierminister Putin vor kurzem über Amerika abgegeben hat, von den Medien in den Vereinigten Staaten von Amerika berichtet worden wäre, wären ohne Zweifel die meisten Amerikaner wütend gewesen. Wir sind das tugendhafte Volk. Ohne uns Guten als Weltpolizei gäbe es überall Chaos und Kriege, nicht nur die, die wir im Nahen Osten, in Asien und Nordafrika angefangen haben.
  • 26.08.2011
Israels schweinischer Zionismus muss gestoppt werden
von Gideon Levy
Es gibt eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen Zionismus und Reichtum: Beide wußten nicht, wann sie stoppen sollten. In diesen Tagen sprechen wir über "schweinischen Kapitalismus", ein Begriff, den Präsident Shimon Peres früher als Mitglied der Knesset geprägt hat; er bezog sich insbesondere auf Benjamin Netanyahu, der zu der Zeit Finanzminister war und nun Premierminister ist. Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass es auch schweinischen Zionismus gibt.
  • 23.08.2011
Die Israelis haben die Nase voll – aber wovon?
von Ran Ha Cohen
Als kleiner Kolumnist stehe ich vor einem Rätsel. Zehn Jahre lang schreibe ich über das Leben in Israel und finde, dass das immer schwieriger wird: nichts ändert sich. Wie oft kann man über die gleichen Dinge etwas neues schreiben? Andererseits haben die internationalen Medien kein Problem, Seiten und Bildschirme zu füllen, indem sie das Gleiche jedes Mal anders erscheinen lassen.
  • 22.08.2011
Die Rückkehr der Generäle
von Uri Avnery
SEIT BEGINN des Konfliktes haben sich die Extremisten beider Seiten gegenseitig immer wieder in die Hände gespielt. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen war immer wirksamer als die Bande zwischen den entsprechenden Friedensaktivisten.
  • 19.08.2011
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind bereit zum Kampf bis zum letzten Schuldschein
von Eric Margolis
Präsident Obama unterzeichnete den bitter umkämpften Handel um das Bundesbudget erst, als die Finanzmärkte ihr Urteil dadurch abgaben, dass sie einzubrechen begannen. Das beste, was Amerikas beschimpfte Politiker sagen konnten, war dass der Handel eine „Anzahlung” ist auf ernsthafte Ausgabenkürzungen in der Zukunft. Die Vereinbarung verlangt Einsparungen in der Höhe von $2,4 Billionen über die kommenden zehn Jahre hinweg.
  • 18.08.2011
Der Feind ist Washington
von Paul Craig Roberts
Die Rating-Agenturen, die den Schwindel-Derivaten Triple-A-Ratings gegeben haben, drohten vor kurzem, die Staatsanleihen der Vereinigten Staaten von Amerika herunterzustufen, wenn das Weiße Haus und der Kongress nicht zu einer Vereinbarung über die Reduzierung des Defizits und eine Steigerung der Verschuldungsgrenze kamen. Diese Drohung ist unglaubwürdig, ebenso die Drohung mit der Zahlungsunfähigkeit.
  • 12.08.2011
„Wie fein sind Deine Zelte“
von Uri Avnery
ALS ERSTES eine Warnung. Zeltstädte entstehen überall in Israel. Eine soziale Protestbewegung kommt in Gang. Irgendwann in naher Zukunft kann sie die rechte Regierung gefährden.
  • 10.08.2011
Die USA im freien Fall
von Noam Chomsky
"Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass sich die USA, die von der Welt noch vor wenigen Jahren als ein Koloss mit unvergleichlicher Macht und unübertroffener Anziehungskraft bejubelt wurden, im freien Fall befinden und endgültig unterzugehen drohen," schreibt Giacomo Chiozza in der gegenwärtigen Ausgabe der Zeitschrift Political Science Quarterly. Diese Ansicht ist tatsächlich weit verbreitet. Und das mit Recht, obwohl noch einige Bereiche funktionieren.
  • 10.08.2011
Israels Boykottgesetz – ein historischer Grenzstein
von Neve Gordon
Politische Veränderung geht langsam. Man geht nicht in einer Demokratie schlafen und wacht unter einem faschistischen Regime auf. Die Bürger von Ägypten und Tunesien können die Tatsache bezeugen, dass das auch für das Gegenteil gilt: Diktatur wird über Nacht nicht zu Demokratie.
  • 09.08.2011
Was man sagen kann und was nicht
von Ran Ha Cohen
Am Montagabend wurde das Anti-Boykott-Gesetz verabschiedet. Viel wurde gesagt über das, was die amerikanische Regierung – blind wie immer gegenüber der Realität im Mittleren Ostens – mit dem Etikett „innere Angelegenheit“ versah. Ich möchte dazu sagen, dass meine Leser daran denken sollen, dass es von jetzt an Dinge gibt, die zu sagen mir nicht erlaubt ist.
  • 04.08.2011
Der neue Anti-Semitismus
von Uri Avnery
DER NAZI-Propagandaminister Dr. Joseph Goebbels ruft seinen Boss Adolf Hitler über dass Höllentelefon an: „Mein Führer,“ ruft er aufgeregt, „neue Nachrichten aus der Welt. Es scheint, wir waren auf der richtigen Fährte, Anti-Semitismus erobert Europa!“ „Gut!“ sagt der Führer, „Das wird das Ende der Juden sein!“
  • 25.07.2011
Die Attacke der New York Times
von Uri Avnery
EIN RÄTSEL: Welche Flotte erreichte ihr Ziel nicht und erfüllte trotzdem ihre Mission ? Nun, es ist die Gaza-Solidaritäts Flottilla.
  • 18.07.2011
Dinge, die man sagen kann – Dinge, die man nicht sagen kann
von Ran Ha Cohen
Das Anti-Boykottgesetz wurde Montagabend verabschiedet. Viel ist gesagt worden, was die amerikanische Regierung – die immer blind für die Realitäten des Nahen Ostens ist - als „interne Angelegenheit“ bezeichnet. Lassen Sie mich gerade hinzufügen: meine Leser mögen sich daran erinnern, dass es von jetzt an Dinge gibt, die mir nicht zu sagen erlaubt sind. Z. B. drückte ich mehrfach in der Vergangenheit meine Unterstützung für den Boykott der Siedlungsprodukte aus. Ich darf es nicht mehr.

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