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  • 17.07.2011
Es kann hier geschehen
von Uri Avnery
VOR JAHREN sagte ich, dass es in Israel nur zwei Wunder gibt: die hebräische Sprache und die Demokratie. Hebräisch ist viele Generationen lang eine tote Sprache gewesen, mehr oder weniger wie Lateinisch, als es noch in der katholischen Kirche benützt wurde. Dann plötzlich, zusammen mit dem Auftauchen des Zionismus - aber unabhängig davon - kam sie wieder zum Leben. Dies geschah mit keiner anderen Sprache.
  • 11.07.2011
Die Belagerung des Gazastreifens ist zur moralischen Blockade Israels geworden
von Yitzhak Laor
Israel ist tatsächlich mit den Machtzentren der Welt verbunden. Heute scheint es übertrieben einen Tsunami vorauszusagen, aber vor der Siegesfeier sollte man sich daran erinnern: die israelische Besatzung ist die längste militärische Besatzung der modernen Zeit.
  • 09.07.2011
Eingeflößtes Gedächtnis
von Uri Avnery
SEIT MEHREREN Wochen befinden sich unsere Armee und Marine in einem hohen Alarmzustand, um tapfer eine tödliche Bedrohung unserer bloßen Existenz zu verhindern: zehn kleine Boote versuchen, Gaza zu erreichen. In den Booten sitzt eine gefährliche Bande bösartiger Terroristen, in Person älterer Veteranen aus Friedenskampagnen bestehend.
  • 06.07.2011
Überwältigt von der Scheinheiligkeit des Westens
von Paul Craig Roberts
Die Institutionen des Westens sind zu Karikaturen der Scheinheiligkeit verkommen. Der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Europäische Zentralbank (ECB) verstoßen gegen ihre eigenen Statuten, um französischen, deutschen und niederländischen Banken aus der Patsche zu helfen. Der IMF ist nur ermächtigt, Darlehen für den Zahlungsausgleich zu gewähren, aber er gibt der griechischen Regierung Geld für verbotene Budgetausgaben, damit die griechische Regierung die Banken bezahlen kann.
  • 04.07.2011
Israel ist eine Gesellschaft der Gewalt und Brutalität geworden
von Gideon Levy
Hören wir uns selbst an? Sind wir uns bewusst, dass schreckliche Geräusche von uns ausgehen? Haben wir bemerkt, dass der Diskurs immer gewalttätiger wird, und wie die Sprache der Gewalt dabei ist, unsere einzige offizielle Sprache zu werden?
  • 04.07.2011
Die jüdischen Ayatollas
von Uri Avnery
DER ERZBISCHOF von New York verkündet, dass jeder Katholik, der eine Wohnung an einen Juden vermietet, eine tödliche Sünde begeht und die Exkommunikation riskiert. Ein protestantischer Pastor in Berlin erklärt, dass ein Christ, der einen Juden anstellt, aus seiner Gemeinde verbannt wird. Unmöglich? Tatsächlich. Außer in Israel – natürlich umgekehrt.
  • 30.06.2011
Richtiger Abzug oder Verwirrspiel?
von Eric Margolis
Krieg wird geführt, um politische Ziele zu erreichen, nicht um Gegner zu töten. In diesem Sinn haben die Vereinigten Staaten von Amerika ihren zehn Jahre andauernden Konflikt mit Afghanistan verloren, ihren längsten Krieg. Afghanistan bleibt der „Friedhof der Weltreiche.”
  • 27.06.2011
Leugnen, Leugnen
von Uri Avnery
DIESER UNSINN mit der Anerkennung Israels als “jüdischer Staat”, das reicht mir jetzt. Er gründet sich auf eine Reihe hohler Phrasen und ungenauer Definitionen, ohne irgendeinen realen Inhalt. Er dient vielen verschiedenen Zwecken; fast alle sind böse.
  • 23.06.2011
Afghanistans „Souveränität”
von Glenn Greenwald
Eine Serie schrecklicher Tötungen von Zivilisten in Afghanistan durch die NATO hat den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu der Forderung veranlasst, dass die NATO alle Attacken gegen Wohnhäuser einstellen soll. Das hat ungefähr die Bedeutung, die wir uns vorstellen können, und wie die Los Angeles Times klar macht:
  • 21.06.2011
Den Zionismus los werden
von Yitzhak Laor
Das 45. Jahr der Besatzung beginnt jetzt. Wir sind so sehr darin verwickelt, dass es anscheinend keinen Ausweg ohne Blutvergießen gibt. ..Genau wie der europäische Kolonialismus ein für alle Mal zusammenbrach, fand die lokale Intelligenz einen Weg, um mit den Ansprüchen der israelischen Regierungen zusammen zu arbeiten, indem sie uns heute mit einer rechten Koalition und einer rechten Opposition zurücklässt.
  • 15.06.2011
Neue Blicke auf die Islamische Republik Iran
von Ali Fathollah-Nejad
Die iranische Revolution von 1979 gilt als definitorischer Moment, weil die Islamische Republik eine westlich orientierte autoritäre Monarchie ablöste und auf beispiellose Art Religion mit Politik verknüpfte. Bücher von Hamid Dabashi, Elaheh Rostami-Povey und Arshin Adib-Moghaddam erörtern die Geschichte des Landes und seinen Einfluss jenseits der eigenen Grenzen
  • 15.06.2011
Ein rothaariger junger Mann
von Uri Avnery
MEIN HELD des Jahres ist (bis jetzt) ein junger rothaariger palästinensischer Flüchtling, der in Syrien lebt und Hassan Hejazi heißt.
  • 10.06.2011
Angst treibt die Israelis dazu, einen ausländischen Pass zu erlangen
von Gideon Levy
Die Anzahl steigt rasant und das Phänomen ist interessant: viele Israelis sehnen sich nach einem zweiten Pass. Falls Shimon Peres ( jetzt Präsident) einst „ ein Auto für jeden Arbeiter“ versprochen, wird heute ein zweiter Pass das Wunschobjekt. Wenn unsere Vorfahren von einem israelischen Pass träumten, so gibt es heute Leute unter uns, die von einem ausländischen Pass träumen.
  • 09.06.2011
Die Feiern zum Jerusalemtag werden den Fäulnisprozess und die Diskriminierung nicht vertuschen
von Yossi Sarid
Der Jerusalemtag ist eine unechte Feier, die nur von der religiös zionistischen Bewegung, den Siedlern, den Arbeitern als organisierter Ausflug, dem Präsidenten, dem Bürgermeister und Kanal 1 lustlos groß gefeiert wird. Die meisten Leute in Israel wissen gar nichts davon und kümmern sich nicht darum, warum es ihn gibt.
  • 09.06.2011
Rachel
von Uri Avnery
ICH HATTE das unverdiente Glück,58 Jahre lang mit Rachel Avnery zusammen zu leben. Am Samstag, den 21. Mai nahm ich Abschied von ihr. Sie war im Tode genau so wunderbar, wie sie es im Leben war. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden.
  • 08.06.2011
Israels größte Hoffnung liegt in einem gemeinsamen Staat
von Slavoj Žižek
In Ostjerusalem lungern Bürgerwehren auf der Jagd nach jüdischen Mädchen herum, die mit arabischen Männern verkehren. Slavoj Žižek meint, Israel brauche nicht die Segregation, sondern Einheit und ungehinderte Kontaktmöglichkeiten zwischen den Bevölkerungen.
  • 07.06.2011
Willkommen in der gewalttätigen Welt des Herrn Hopey Changey
von John Pilger
Als Großbritannien 1956 die Kontrolle über Ägypten verlor, sagte Premierminister Anthony Eden, er wolle den nationalistischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser „vernichtet ... ermordet haben ... mir ist´s egal ob es dann zu Anarchie und Chaos in Ägypten kommt.“ Diese frechen Araber, hatte Winston Churchill 1951 gefordert, sollten „in die Gosse getrieben werden, aus der sie nie hätten herauskommen sollen.“
  • 07.06.2011
Die „Verpflichtung zu schützen” – Die Fälle Libyen und Elfenbeinküste
von Marjorie Cohn
Die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und das Vereinigte Königreich überfielen Libyen mit Lenkgeschossen, Tarnkappenbombern, Kampfflugzeugen und Angriffsjets. Obwohl die NATO das Kommando über die militärische Operation übernommen hat, bombardierte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama Libyen mit Hellfire-Raketen von unbemannten Predator-Drohnen aus.
  • 04.06.2011
Exklusiv-Interview mit Manuel Zelaya
von Amy Goodman
2009 gestürzter Staatspräsident kehrt nach Honduras zurück.
  • 31.05.2011
Palästinenserproteste: Ein Einzelschicksal an der Frontlinie
von Robert Fisk
Munib ist Teil der arabischen Revolution, auch wenn er das nicht von sich behaupten würde.

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